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Sieben Tage ohne Zucker oder Fleisch

von Redaktion

Im Radio oder im Fernsehen sind Themenwochen schon lange beliebt. In der Tat ergibt es Sinn, sich eine Zeit lang mit einem Thema zu beschäftigen und damit sein Wissen zu vertiefen. Wie sagte Schopenhauer so treffend? „Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.“ Wie wäre es zum Beispiel mit einer zuckerfreien Woche? Dazu muss man die verbalen Tarnmäntelchen des Süßen kennen. Diese werden von der Industrie gerne verwendet, denn bekanntlich hat Zucker nicht das beste Image. Auf den Zutatenlisten erscheinen Begriffe wie:

-Saccharose

-Dextrose

-Raffinose

-Glukose

-Fruktosesirup

-Glukosesirup

-Karamellsirup

-Laktose Maltose

-Malzextrakt

-Maltodextrin

-Süßmolkenpulver

-Gerstenmalz

Natürlich werden auch süßende Zutaten wie Honig, Traubenfruchtsüße, Dicksäfte, Saftkonzentrate oder Trockenfrüchte verwendet. Unser Geschmacksprofil hat sich möglicherweise bereits auf einem hohen Süß-Level eingependelt. Gut, mit dieser Trainingsart wieder in den natürlichen Bereich zurückzukehren. Was ist nun zu tun? Zunächst auf den Zutatenlisten Zucker enttarnen. Anschließend sollte man ungesüßte Getränke wie Tees in allen Variationen, Wasser pur oder mit Zitrone oder Ingwer, Obst-Shakes wählen. Anstelle von Konfitüren und Marmeladen oder Nussaufstrichen lieber Tomatenstücke oder Gurkenfächer aufs Brot legen. Auch auf Süßstoffe sollte man verzichten.

Auch Fertiggerichte, Feinkostsalate und Fruchtjoghurt sollte man anhand Zutatenlisten und Nährwertkennzeichnungen unter die Lupe nehmen. Ideal ist das Führen eines Zucker-Spar-Kontos in Form eines Tagebuches. Das schärft das Bewusstsein.

Alternativ zur zuckerfreien Woche können Fleischliebhaber eine fleischlose Zeit einlegen. Es bieten sich gute Alternativen an – gegrilltes Gemüse, Quiche, vegetarische Pastasoßen, Brotaufstriche, Pfannengerichte, Beerenquark, Käse-Nuss-Pflanzerl etc. Fleischessern fehlt es oft an Ideen und dem ersten Schritt. Abgesehen davon, profitieren durch Einschränkung Tier, Klima, Umwelt und letztlich auch der Mensch. Zur Erinnerung: Ein Stück Fleisch mit Salzkartoffeln produziert 1100 Gramm Treibhausgase, ein Gemüseteller mit Kartoffeln dagegen nur 130 Gramm. Nur durch einen geringeren Fleischverzehr lässt sich die Produktion auf ein ökologisches, wirtschaftliches, soziales und gesundheitliches Maß reduzieren. Auch wenn Vernunft und Gelüste oft unterschiedliche Wege gehen, lohnt sich zumindest ein Test. Der Spätsommer bietet sich dazu mit seiner kulinarischen Vielfalt von Strauch, Baum und Beet bestens an.

Gefüllte Zucchini griechischer Art

Zutaten: Zwei Zucchini, sechs Tomaten, zwei gelbe Paprika, zwei Stängel Frühlingszwiebeln, eine Knoblauchzehe, 200 Gramm Feta-Käse, zwei Esslöffel Olivenöl, Salz und Pfeffer, Oregano, Basilikum, Thymian, Minze.

Zubereitung: Die Zucchini längs halbieren und das Innere mit einem Löffel herausschaben. Tomaten, Paprika und Frühlingszwiebel klein würfeln. Zwiebel und Knoblauch hacken. Den Feta zerbröseln oder in Würfel schneiden und die Hälfte davon unterheben. Mit Pfeffer, Salz und Kräutern würzen und Olivenöl untermischen. Die Füllung in die Zucchinihälften geben und in eine Auflaufform legen. Mit dem restlichen Feta bestreuen und Olivenöl darüber geben. Je nach Größe der Zucchini 30 bis 45 Minuten bei 180 Grad (Heißluft) backen. Dazu schmecken Baguette oder Tomatenreis.

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