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Was gegen Kopfläuse hilft

von Redaktion

Läuse nisten sich liebend gerne auf Menschenköpfen ein. Die Miniparasiten finden dort alles, was sie brauchen: Nahrung, indem sie winzige Mengen Blut abzapfen, außerdem lauschige Plätzchen für ihre Eier, die sie dicht an Haarwurzeln festkleben. Kopfläuse wandern viel herum, daher werden sie leicht übertragen. Es reicht, wenn die Haare zweier Menschen sich berühren. Besonders leichtes Spiel haben Läuse bei Kindern. Sie stecken weitaus häufiger die Köpfe zusammen als Erwachsene, etwa beim Spielen, Kuscheln, Toben.

Kopfläuse übertragen hierzulande keine Krankheiten. Aber sie verschwinden nicht von allein und können ruckzuck ganze Kindergartengruppen oder Schulklassen befallen. Um all diesen Problemen vorzubeugen, zählen bei Läuseverdacht gründliche Kontrollen der Köpfe und – wenn nötig – eine zügige Behandlung.

Sechs Läusekiller positiv bewertet

Die Stiftung Warentest hat zwölf vielverkaufte Läusemittel bewertet. Experten sichteten Studien zur Wirksamkeit sowie Daten zu den Risiken. Als Mittel der Wahl gelten einige, aber nicht alle bewerteten Präparate mit dem Wirkstoff Dimeticon – einem Öl, das Läuse erstickt, indem es ihre Atemwege verklebt. Als geeignet sehen die Tester die Mittel Dimet 20 (21,99 Euro/100 Milliliter), EtoPril (14,95 Euro/100 ml) und Jacutin Pedicul Fluid (14,95 Euro/100 ml) an.

Fast genauso gut eignen sich zwei Mittel mit altbekannten Insektengiften, die die Nerven von Läusen lähmen, sowie eines mit Mineralöl. Es sind Goldgeist forte (8,93 Euro/75 ml) und Infecto Pedicul (25,45 Euro/100 ml) sowie Mosquito Med Läusemittel (13,45 Euro/100 ml). Vier Mittel im Test sind „mit Einschränkungen geeignet“: Licener, Linicin, Nyda und Nyda plus. Ihre Wirksamkeit ist laut „Test“ schwächer belegt als bei den sechs besten Mitteln oder es gibt sonstige Nachteile. So ist etwa Nyda nur als Spray erhältlich, was die Atemwege reizen kann, so der Kritikpunkt. Schlusslichter im Test sind die Läusemittel Jacutin Pedicul Spray und SOS Läuse-Shampoo. Bei beiden Mitteln ist nicht ausreichend durch klinische Studien an Menschen belegt, dass sie Läuse wirksam bekämpfen und verträglich sind, schreiben die Tester. Manche Präparate können Ärzte Kindern auch verordnen. Dann zahlt die Krankenkasse für das jeweilige Läusemittel.

Mittel korrekt anwenden

Für alle Läusekiller gilt: Damit sie sicher wirken, müssen Nutzer sie großzügig auftragen und Anwendungsfehler vermeiden – also die Gebrauchsanleitung genau beachten. In aller Regel sind zwei Behandlungen im Abstand von ungefähr einer Woche notwendig. Unverzichtbar ist bei jeder Behandlung ein Läusekamm, um tote wie überlebende Plagegeister „auszukehren“. Der Zinkenabstand sollte weniger als 0,2 Millimeter betragen. Der Kamm kommt am besten im feuchten, vorgekämmten Haar zum Einsatz – vor oder nach Auswaschen des Läusemittels. Dabei nimmt man sich Strähne für Strähne einzeln vor und zieht den Kamm vom Ansatz bis zu den Spitzen.

Bis Läuse auffallen, haben sie meist schon andere Köpfe besiedelt. Daher ist es wichtig, bei einem „Läusefund“ alle anderen Personen im Haushalt gründlich zu checken. Zudem sind Eltern verpflichtet, Einrichtungen wie die Schule oder den Kindergarten betroffener Kinder zu informieren – damit andere Eltern ohne Nennung des Namens Bescheid bekommen und ebenfalls ihr Kind kontrollieren können. Schämen braucht sich niemand. Mit Sauberkeit haben Kopfläuse laut heutigem Wissen rein gar nichts zu tun.

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