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Aronia: Schwarze Gesundheit aus dem Garten

von Redaktion

Schon trocknen die ersten Beeren am Strauch ein. „Damit lässt auch die Säure nach und die dunklen Aronia-Früchte können direkt verzehrt werden“, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Die Aronia oder Schwarze Apfelbeere zählt aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe zum Super-Food. Selbst im eigenen Garten kann man die Pflanze kultivieren.

Für den Rohverzehr sind die prallen schwarzen, kugeligen Früchte weniger geeignet. Sehr herb sind sie trotz hohen Fruchtzuckergehaltes bei Vollreife. Besser lassen sich die Früchte mit ihren gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen genießen, wenn man sie wie Rosinen trocknet oder am Strauch trocknen lässt und dann ins Müsli mischt. Außerdem können sie zu Säften und gemischten Fruchtaufstrichen verarbeitet werden. Da die Aronia sehr herb schmeckt, bieten sich als Mischpartner milderes Obst an. Apfel, Birne und Zwetschge eignen sich gut dazu. Auffallend ist der äußerst stark färbende Fruchtsaft, weshalb Aronia auch zur Färbung von Lebensmitteln verwendet wird. Selbst eine Mischung von Apfel- und Aroniasaft im Verhältnis 7:1 bringt noch eine violette Farbe.

Nur von wenigen Pflanzen kann man sagen, dass sie das ganze Jahr über schön sind. So langsam beginnt jetzt die leuchtend rote Herbstfärbung der Laubblätter. Dazwischen hängen die schwarzen Aronia-Beeren in Dolden. Je nach Fruchtstand reifen etwa 15 erbsengroße, violett-schwarze, häufig wachsartig überzogene Früchte, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können. Im nächsten April erscheinen glänzende hellgrüne Blätter, die im Laufe des Sommers immer dunkler werden. Mitte Mai, wenn die Spätfröste bereits vorüber sind, öffnen sich cremeweiße bis blassrosa Blüten. Sie erinnern ein bisschen an Apfelblüten, sind jedoch kleiner. Bis zu 20 dieser Blütchen sind zu doldenartigen Blütenständen zusammengefasst. Nach dem Verblühen entwickeln sich die erbsengroßen Früchte.

Der langsam wachsende, meist locker aufgebaute Strauch wird bis zu zwei Meter hoch. Die Schwarze Apfelbeere ist sehr frosthart und robust. Schädlinge und Krankheiten kennt sie kaum und bleibt auch ohne Pflanzenschutzmaßnahmen gesund. An den Boden stellt die Pflanze sehr geringe Ansprüche. Nur Verdichtungen und sehr lehmige Böden mag sie nicht. Saure bis neutrale Böden behagen ihr am meisten, während bei Kalkböden Eisenmangelerscheinungen (Chlorosen) auftreten können. Ein formschöner Wuchs entsteht in vollem Sonnenlicht, wenig Schatten wird noch verkraftet. Schnittmaßnahmen reduzieren sich auf gelegentliches Auslichten durch das bodennahe Herausschneiden älterer Triebe.

Da die Pflanze selbstfruchtbar ist, genügt eine Pflanze im Garten zur Fruchtausbildung. Selbst in einem Kübel wächst die Apfelbeere. Lediglich bei stärkeren Frösten sollte der Topfbereich geschützt werden. Spezielle Fruchtsorten liefern größere Einzelbeeren, zum Beispiel Aron, Viking, Nero und Rubina. Diese sind in gut sortierten Baumschulen oder auch im Versandhandel erhältlich.

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