Wenn Portionen im Restaurant zu groß sind

von Redaktion

Über 50 Prozent der Menschen hierzulande gehen ab und zu gerne zum Essen in ein Restaurant. Häufig sind aber die Portionen zu groß. Die Kässpatzn sind kaum bezwingbar, das Schnitzel liegt in doppelter Ausführung auf dem Teller. Der Hunger ist schnell gestillt, der Appetit schweigt. Die Vernunft bremst. Was tun?

Beliebt ist mittlerweile auch bei uns das sogenannte Doggy-Bag, frei übersetzt soviel wie Hundetüte. Früher schämte sich der Gast tatsächlich und ließ das Schnitzel oder die Haxe – wenn überhaupt – für seinen Hund einpacken. Immerhin nehmen laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten inzwischen 52 Prozent der Restaurantgäste in Deutschland die Speisereste mit nach Hause, ein Viertel sogar immer.

Gut so, denn die meisten freuen sich über eine Portion, die am nächsten Tag bequem erhitzt und allenfalls etwas ergänzt werden muss. Immerhin landen in Deutschland in der sogenannten Außer-Haus-Verpflegung 44 Prozent der Lebensmittel im Müll. Das sind fast 24 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Zum Teil liegt es an den strengen lebensmittelrechtlichen Hygienevorschriften, dass Lebensmittel in der Gastronomie weggeworfen werden müssen. Aber eben auch an den Portionen, die einfach nicht selten zu groß sind.

Wer immer eine kleine Box in seiner Tasche dabeihat, wenn er zum Essen geht, kann den Rest auf dem Teller einfach und umweltfreundlich selbst einpacken. Andere Gäste bekommen auf Nachfrage oft einen Styroporbehälter. Dieser wurde aus aufgeschäumtem Polystyrol – das ist ein expandierter Polystyrol-Hartschaum, kurz ESP – hergestellt. Auf der Verpackung erkennt man dieses Material häufig durch den Recyclingcode „06“.

Dieses Material wird für die Herstellung von Schalen und Behältern für Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse oder zur Mitnahme von Speisen in Restaurants und Imbissen eingesetzt. Polystyrol besitzt eine hohe Durchlässigkeit für Wasserdampf und Gase und ist geruchs- und geschmacksneutral, was gerade für die Lagerung von Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch vorteilhaft ist. Die Dauereinsatztemperatur liegt zwischen minus 10 und plus 70 Grad Celsius.

Diese Temperaturen werden beim Einsatz mit Lebensmitteln nicht dauerhaft überschritten, sodass keine Gefahr besteht, dass sich Stoffe in nennenswerter Menge aus dem Styropor herauslösen und in das Essen übergehen. Die Behälter sind aber nicht mikrowellen- und nicht zum Tiefkühlen geeignet. Zudem muss der Hersteller speziell für Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Kunststoff eine Konformitätserklärung abgeben. In dieser versichert er, dass seine Thermoschalen für den Kontakt mit heißen Lebensmitteln geeignet sind – oder man kocht selbst.

Rote-Bete-Spaghetti

Zutaten: Zwei Esslöffel Sonnenblumenkerne (in einer heißen Pfanne leicht angebräunt), eine Zwiebel (gehackt), ein Esslöffel Olivenöl, zwei Rote Bete (geschält, grob gehobelt), etwas Piment, Zimt, Chili, Kardamom, Salz und Kurkuma,

eine große Handvoll Rucola (gewaschen, grob gehackt), zwei Portionen gekochte Spaghetti, eventuell Schafskäse (zerbröckelt) oder Parmesan (gehobelt).

Zubereitung: Zwiebel andünsten, Rote Bete zugeben, kurz dünsten, würzen, Spaghetti und Rucola unterheben, auf Teller verteilen und mit Käse und Sonnenblumenkernen bestreuen.

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