Zu den besonders schönen Dingen in der vorweihnachtlichen Zeit gehört der herrliche Duft nach frisch gebackenen Plätzchen, Lebkuchen oder Stollen. Bevor allerdings in der heimischen Backwerkstatt gewerkelt wird, sollten dringend die vorhandenen Vorräte überprüft werden. Sind die nicht noch gut? Was lässt sich damit machen? Zur Erinnerung: Wir werfen nach wie vor viel zu viele Lebensmittel einfach in den Müll. Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht gleichzusetzen mit schlecht oder gesundheitsschädlich. Viele Lebensmittel können noch Wochen oder sogar Monate nach Ablauf des sogenannten MHD gegessen werden. Wer seinen eigenen Sinnen vertraut, ist gut beraten und muss keine Angst vor Lebensmittelinfektionen oder Gesundheitsgefahren haben.
Hier einige Hüter des Vorratsschranks:
† Zucker und Salz sind nahezu unbegrenzt haltbar.
† Honig hält sich gut ein Jahr. Ahornsirup, aber auch Fruchtsüßen wie Dattelsüße oder Agavensirup sollten möglichst innerhalb eines halben Jahres nach Anbruch der Flasche oder des Glases verbraucht sein. Angebrochene Fruchtsüßen und Ahornsirup möglichst immer im Kühlschrank lagern.
† Marmelade oder Konfitüre im Verhältnis 1:1, also ein Teil Frucht, ein Teil Zucker, ist jahrelang haltbar. Es sei denn, es zeigt sich eine Schimmelbildung. Dann muss der Inhalt entsorgt werden.
† Gemahlene Nüsse, Mandeln, Kokosflocken, Sonnenblumenkerne und Pistazien sind fettreich und dadurch besonders empfindlich. Bei Überlagerung werden sie leicht ranzig und schimmlig. Werden sie bei maximal 20 Grad, möglichst in einem Glas, gut verschlossen aufbewahrt, sollten sie dennoch nach sechs Monaten verbraucht sein. Wer jetzt schon zu viel eingekauft hat, sollte die Packungen in einen Gefrierbeutel umfüllen. Bei minus 18 Grad beträgt die Lagerzeit maximal ein Jahr.
† Ganze Vanilleschoten lassen sich dunkel, kühl und trocken gut drei Jahre lagern. Sind sie zu hart, lassen sie sich in Wasser einweichen. Danach kann das Vanillemark ausgekratzt werden.
† Blockschokolade bleibt bei Zimmertemperatur bis zu zwölf Monate, Zartbittersorten sind sogar bis zu 15 Monate gut. Ein weißer Fett- oder Zuckerreif kann durch zu warme Lagerung entstehen und ist unbedenklich.
† Mehle des Typs 405 oder 505 sind mindestens ein Jahr haltbar, Vollkornmehle bis zu neun Monate. Sie sollten niemals muffig riechen oder verklumpt sein.
† Gewürze müssen aromatisch riechen. Tun sie das nicht, sind sie alt oder waren falsch gelagert. Wichtig ist die dunkle, trockene und kühle Lagerung. Gewürzstreuer niemals über dampfende Speisen halten. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums muss das Aussehen, der Geruch und Geschmack besonders genau überprüft werden.
Grundsätzlich gilt: Man sollte seinen Sinnen vertrauen. Alles, was muffig, ranzig, nicht typisch riecht oder nur die kleinsten Anzeichen von Schimmel hat, muss weg. Alles, was von einem spinnwebenartigen Geflecht durchzogen ist oder wo ein Krabbeln vermutet wird, sollte schleunigst entsorgt werden. Sämtliche Vorräte nach Möglichkeit in Glasbehälter mit festem Verschluss verpacken. Das ist auch der beste Schutz gegen Vorratsschädlinge, Feuchtigkeit, Aromaverlust und Fremdgerüche.
Walnusswürfel
Zutaten: 3 Eier, 150 g Zucker, 200 g Dinkelmehl, 2 EL kaltes Wasser, 1 TL Backpulver, 200 g gehackte Walnüsse, 200 g Rosinen – eventuell in Rum eingelegt, 200 g dunkle Schokolade gehackt
Zubereitung: Biskuit-Teig aus den ersten 5 Zutaten herstellen, Rest unterheben, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen, bei 180 Grad etwa. 20 Minuten backen, erkalten lassen, mit Glühwein- oder Kakaoüberzug bestreichen, in Würfel schneiden und mit einer halben Walnuss verzieren.