Längst kann manches Spielzeug Gesichter und Stimmen erkennen oder gehorcht aufs Wort. Diese sogenannten Smart Toys sollten Eltern aber nicht ohne gründlichen Datenschutz-Check kaufen, rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Um etwa zu verhindern, dass Video- sowie Audioaufzeichnungen unbemerkt oder permanent gemacht und übertragen werden könnten, gelte es im Vorfeld sicherzustellen, dass sich Mikrofon und Kamera auch deaktivieren lassen – wenigstens in der Steuerungs-App, am besten aber auch mit Schaltern am Spielzeug.
Hilfreich sein kann hier ein Besuch der Hersteller-Webseite, wo sich dann oft die passende Bedienungsanleitung findet. In diesem Zusammenhang sollten Eltern vor einem Kauf auch alle Informationen zu Datenspeicherung und -nutzung studieren, raten die Verbraucherschützer. Am besten sollte der Server des jeweiligen Anbieters in einem EU-Land stehen.
Der Zugriff auf vernetztes Spielzeug sollte sich zudem absichern lassen. Das bedeutet etwa bei Bluetooth-Funk als Verbindung zwischen einer Steuerungs-App auf dem Smartphone und dem Spielzeug, dass sich diese Verbindung per Eingabe einer änderbaren PIN schützen lassen muss, damit Fremde das Spielzeug nicht kapern oder in Kontakt mit dem spielenden Kind treten können.
Die Stiftung Warentest rät wegen Mängeln in Sachen Datensicherheit von einem Kauf folgender Produkte ab: i-Que Intelligent Robot, Toy-Fi Teddy (siehe Foto) und Wowwee Chip. Auch drei Babyphones sind in Sachen Datensicherheit mangelhaft: Das Beurer BY88, das Smart Motorola MBP845 Connect und Nuk Smart Control Multi 310.