Energie kostet eine Menge Geld. Wer seinen Anbieter wechselt, kann leicht einige hundert Euro im Jahr sparen. Doch Vorsicht: Wer nur auf den Preis schaut, erlebt unter Umständen ein böses Erwachen. Denn immer wieder gehen Billiganbieter Pleite. Drei Punkte sind zu beachten:
Tarifrechner
Die einfachste Möglichkeit einen neuen Anbieter zu finden, bieten Vergleichsportale. Wer auf einer solchen Seite seine Postleitzahl eingibt, bekommt eine Liste mit (meistens nicht allen) verfügbaren Anbietern. Der Haken: Die Tarifrechner arbeiten häufig mit Voreinstellungen. Die Liste entspricht daher nicht immer dem, was Kunden eigentlich suchen, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Voreinstellungen sollten vor der Abfrage geprüft und eventuell geändert werden.
Boni
Billiganbieter locken Kunden häufig mit einem hohen Neukundenbonus im ersten Jahr, erklären die Verbraucherschützer. Im zweiten Jahr steigen die Preise dafür umso stärker. Hier sollten Verbraucher genau hinschauen. Manche Anbieter arbeiten auch mit Paketpreisen. Verkauft wird dann eine bestimmte Abnahmemenge Energie zu einem festen Preis. Das lohnt sich aber nur, wenn man seinen genauen Verbrauch kennt. Und Preisgarantien sehen auf den ersten Blick gut aus, werden aber oft im Kleingedruckten eingeschränkt. Manche Versorger leiten steigende Kosten wie etwa eine höhere EEG-Umlage dennoch an Kunden weiter.
Vertragslaufzeit
Wer sich zu lange an einen Energieanbieter bindet, schränkt seine Flexibilität ein. Der Rat der Verbraucherschützer aus NRW: Die Vertragslaufzeit sollte nicht länger als zwölf Monate dauern und eine mögliche Folgelaufzeit nicht mehr als einen Monat betragen. Maximal sechs Wochen Kündigungsfrist sind ratsam, besser noch vier Wochen. dpa