Zum Schutz vor teuren Handy-Kostenfallen führt die Bundesnetzagentur bei bestimmten internationalen Vorwahlen die Pflicht zur kostenlosen Preisansage wieder ein. Dies gilt für 56 Länder, deren internationale Ländervorwahl bei einem schnellen Blick aufs Display leicht mit einer deutschen Ortsvorwahl verwechselt werden kann. Ein Beispiel ist der Behörde zufolge Madagaskar (Vorwahl: 00261), was leicht mit Koblenz (0261) verwechselt werden kann.
Eine zunächst auf ein Jahr befristete Verpflichtung zur Preisansage bei internationalen Vorwahlen mit Verwechslungsgefahr war zum 31. Dezember 2018 ausgelaufen. Allein im Januar 2019 seien dann 14 000 Beschwerden von Verbrauchern zu sogenannten Ping-Anrufen bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Vor diesem Hintergrund werde die Preisansage nun erneut angeordnet. Sie muss von den Netzbetreibern und Mobilfunkanbietern bis 1. März umgesetzt werden.
Bei Ping-Anrufen klingelt das Handy kurz, danach wird sofort aufgelegt. Die Anrufer wollen so kostenpflichtige Rückrufe provozieren. dpa