Nur selten wird daran gedacht, dass unsere Ernährung erheblich zum Treibhauseffekt beiträgt. In Deutschland macht die Ernährung etwa ein Fünftel des Ausstoßes klimawirksamer Gase aus. Dabei gibt es beim Einkaufen Möglichkeiten, das Klima zu schonen.
Ein Großteil der Lebensmittel in unseren Supermärkten ist weit gereist, stark verarbeitet und aufwendig verpackt. Unter das regionale und saisonale Sortiment mogeln sich Exoten aus aller Welt. Zurzeit sind es Spargel aus Peru oder Bohnen aus Südafrika. Sie finden nur per Flugzeug den Weg zum hiesigen Gemüsestand.
Der Transport durch die Luft verursacht je Tonne Lebensmittel und Kilometer bis zu 90 Mal mehr Treibhausgase als der Transport per Schiff und rund 15 Mal mehr als Transporte per Lkw. Der Vergleich von peruanischem und regionalem Spargel macht den enormen Unterschied in der transportbedingten Klimabelastung deutlich: Allein beim mehr als 10 000 Kilometern langen Flugtransport von Lima nach Frankfurt werden pro Kilo Spargel rund 30 000 Gramm Treibhausgase freigesetzt.
In der Saison kann Spargel per Lkw aus der Region geliefert werden, was bei einer Strecke von 100 Kilometern nur etwa 19 Gramm Treibhausgase pro Kilo Spargel verursacht, also nur einen winzigen Bruchteil. Dabei schmeckt Frisches oder fachgerecht Gelagertes besser und enthält mehr gesunde Inhaltsstoffe.
Produkte aus dem Gewächshaus schädigen die Umwelt bis zu 30 Mal mehr mit Kohlendioxid als Freilandgemüse. Auch Obstkonserven und Tiefkühlgemüse verursachen deutlich mehr Treibhausgase als die saiso-nalen, unverarbeiteten Vari-anten aus der Region. Auch bei Fleisch, Wurst und fettreichen Milchprodukten lohnt es sich, etwas zu reduzieren. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht rund 14 Kilogramm Kohlendioxid. Bei der Erzeugung der gleichen Menge Gemüse, beispielsweise Bohnen, werden dagegen nur 150 Gramm des Treibhausgases freigesetzt.
Auch Obst schneidet mit weniger als 500 Gramm CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab. Für die Produktion von einem Kilogramm Butter werden beispielsweise 25 Liter Milch benötigt.
Die landwirtschaftliche Produktion von Bio-Lebensmitteln verbraucht im Vergleich nur ein Drittel an fossiler Energie, da sie auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet, die mit einem hohen Verbrauch an Energie erzeugt werden. Und Bio-Produkte schonen nicht nur das Klima, sondern enthalten auch deutlich weniger unerwünschte Stoffe, wie Nitrat oder Pestizidrückstände.
Rote-Linsen-Bratlinge
(für zwei Personen)
Zutaten: 100 Gramm rote Linsen waschen und nicht zu weich kochen, eine Zwiebel schälen, fein hacken, zwei Eier, vier Esslöffel Haferflocken, etwas Salz und Rosmarin, ein halber Teelöffel Curcuma, etwas Chili, vier Esslöffel geriebener Käse, zwei Esslöffel Sesam.
Zubereitung: Alle Zutaten mischen und Bratlinge formen. In Raps- oder Olivenöl schonend braten.