Im Garten ist die Blütenzahl noch überschaubar. Nach dem tristen Winter sehnen wir uns nach Farbigkeit. Schließlich liegt auch der Fasching in dieser Zeit. Da kommen die Frühlingsblüher, die nun in Gärtnereien oder beim Floristen zu finden sind, gerade recht. Die Bayerische Gartenakademie gibt Tipps zu bunten Blumen auf Balkon und Terrasse.
Alles, was bunt ist
Fröhlich wie Konfetti sind die Blüten von Primeln, Ranunkeln, Anemonen, Bellis und Hornveilchen. Sie bringen Farbe genauso wie die beliebten Zwiebelblumen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Traubenhyazinthen. Die Pflanzen in kleinen Töpfen warten darauf, dass sie einen Platz auf Balkon und Terrasse oder vor der Eingangstür finden. Sie verbreiten Faschingslaune und lassen uns dann nach Aschermittwoch schon auf Ostern freuen.
Kälteschutz nötig
Da die Pflanzen in Gewächshäusern vorgezogen wurden, benötigen sie bei Temperaturen unter null Grad Celsius Schutz. Entweder man räumt die Pflanzen kurzzeitig ins Haus, nahe an das schützende Gebäude oder deckt sie zu. Dies kann vorzugsweise mit Vlies geschehen, aber auch mehrere Lagen Zeitungspapier schützen die bunten Blumen. Denn meist werden die Blüten zuerst geschädigt. Wer die Boten des Frühlings lieber im Haus haben möchte, muss ihnen einen hellen und vor allem kühlen Platz geben. Stehen die Pflanzen zu warm und zu dunkel, verblühen sie schnell und wachsen lang und dünn in die Höhe.
Passende Gefäße
Bei der Suche nach passenden Gefäßen sind keine Grenzen gesetzt. Es können Blumenkästen aus Kunststoff, Tonschalen oder Körbe bepflanzt werden, je nach eigenem Geschmack und Platzangebot. Jedoch müssen einige Regeln beachtet werden, damit man lange Freude an den bunten Frühlingsboten hat. Elementar ist ein gute Blumenerde. Hochwertige Substrate speichern Nährstoffe und Wasser. Sie bleiben dabei aber immer luftig, denn sie enthalten strukturstabilisierende Stoffe wie Lavasteinchen, Ziegelsplitt und anderes. Ganz wichtig ist ein Abflussloch in den Gefäßen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Stauende Nässe verträgt keine Pflanze. Durch fehlenden Sauerstoff an den Wurzeln sterben sie schließlich ab. Meist stehen die Pflanzen bis zum Abblühen nur wenige Wochen in den Gefäßen. Deshalb können sie relativ dicht gepflanzt werden. Da die neue Erde schon ausreichend Nährstoffe besitzt, ist ein Nachdüngen nicht nötig. Nach der Blüte können vor allem die Zwiebelblumen im Garten ausgepflanzt werden, wo sie nächstes Jahr wieder blühen. Aber auch so manche Primel erscheint dann im nächsten Frühjahr.