Die Sehnsucht nach Grün erwacht mit den ersten warmen Sonnentagen. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie erklären, wie vielfältig Gärtnern in der Stadt sein kann. Gerade da, wo Beton und Asphalt die Oberhand haben, sind grüne Pflanzen wichtig. Sie liefern den wichtigen Sauerstoff und kühlen die Sommerhitze etwas ab. Pflanzen verbessern das Wohnklima und manche liefern uns auch noch wertvolle Nahrungsmittel.
Mit „Stadt“ wird oft grauer Beton und Stein in Verbindung gebracht. Doch gerade in den letzten Jahren haben sich die städtischen Bereiche stark gewandelt. Öffentliches und privates Grün wird vielfältiger und tritt stärker in den Fokus. Der Wunsch nach Landleben in der Großstadt wird stärker. Auf Balkonen und Terrassen sowie in Stadt-Gärten entwickeln sich grüne Oasen. In verschiedenen Gefäßen und Beeten wachsen kleine Obstgehölze, Gemüse und bunte Blumen. Sie werden gehegt und gepflegt und tragen zum Wohlbefinden bei. Es ist nicht nur Arbeit, sondern auch Erholung, wenn man beobachtet, wie sich die Pflanzen entwickeln und wie sie auch Insekten erfreuen.
Biologisches und naturnahes Gärtnern – der Anbau von Obst und Gemüse – erzeugt gesunde und regionale Lebensmittel. Bunte Blüten bieten auch vielen Insekten Nahrung. Obstblüten werden im Frühjahr umschwirrt, während blühende Kräuter in den warmen Monaten Futter liefern. Viele verschiedene Beet- und Balkonpflanzen, einjährige Sommerblumen und Stauden sind wichtige Nahrungsquellen, wenn sie nur halb- oder ungefüllte Blüten aufweisen. Zwischen Gemüsepflanzen in der Kiste oder in Töpfen lassen sich die „Bienenpflanzen“ gut kombinieren. Eine opulente grüne und blühende Üppigkeit trägt zur Biodiversität in den Städten bei. Selbst Dachbegrünungen liefern ihren Beitrag dazu. Die genügsamen grünen Pflanzen tragen häufig insektenfreundliche Blüten.