Der Deka Immobilien Europa weist in seiner „Wesentlichen Anlegerinformation“ eine Rendite von 3,6 Prozent nach Kosten aus. Die Rendite ist für einen offenen Immobilienfonds angemessen. In dieser Angabe der Rendite ist jedoch der Ausgabeaufschlag nicht berücksichtigt. Ich vermute, Sie zahlen den vollen Ausgabeaufschlag in Höhe von derzeit 5,26 Prozent – das bedeutet von jeder Sparrate von 50 Euro gehen 2,63 Euro als Kosten weg. Das ist natürlich teuer und schmälert über die Zeit die Rendite gewaltig.
Bei der Consorsbank können Sie zahlreiche kostengünstige ETF (Indexfonds) ohne Gebühr besparen.
Einen Renten-ETF möchte ich Ihnen nicht empfehlen. Sollten die Zinsen steigen, würden Sie hier Kursverluste sehen. Für eine Anlagezeit von zehn Jahren erscheint mir das auch keine passende Alternative.
Infrage kommt meines Erachtens nur ein Aktienfonds oder -ETF. Jedoch wäre dies ein ganz anderes Risiko und die Schwankungsbreite ist deutlich höher als bei einem Immobilienfonds. „Nicht so risikoreiche (Aktien)fonds“ – wie Sie es fragen – gibt es nicht. Ein Crash ist grundsätzlich immer möglich. Wenn Sie an die letzten großen Krisen um das Jahr 2001 und 2008 denken und sich anschauen, ob sich Märkte diesen entziehen konnten, bleibt die ernüchternde Antwort: Nein. Jedoch haben Aktienmärkte auch entsprechende Chancen nach oben. Bislang kam es darauf an, die Nerven nicht zu verlieren und investiert zu bleiben. Bei einem Aktien-ETF auf den weltweiten Aktienmarkt, beispielsweise den MSCI World, konnten Sie in der Vergangenheit über zehn Jahre gesehen ordentliche Durchschnittsrenditen erzielen – umso eher, wenn Sie regelmäßig gespart und auch in Schwächephasen beherzt zugegriffen haben. Die Anlagezeit von zehn Jahren würde durchaus für einen ETF auf den MSCI World sprechen.