Eine Lebensversicherung bringt immer hohe Kosten mit sich. Sie haben hier zwei Gebührenebenen – die der Versicherung und die der Fonds. Sind gemanagte Fonds in der Lebensversicherung enthalten, wovon ich ausgehe, dann liegen die Kosten hier noch einmal bei 1,3 bis 2,5 Prozent. Für Ihren zweiten Enkel empfehle ich Ihnen daher, einen Aktien-ETF (Indexfonds) auszuwählen. Diese sind kostengünstig. Wenn Sie beispielsweise einen ETF auf den MSCI World nehmen, dann decken Sie mit einem Investment die Industriestaaten ab (etwa 1800 Unternehmen). Die Schwellenländer sind in diesem Index – obwohl das Wort „Welt“ im Namen steckt – nicht dabei. ETFs sind deutlich kostengünstiger als gemanagte Fonds, gängige ETFs auf den MSCI World liegen bei circa 0,2 Prozent der Kosten, unter Umständen also nur ein Zehntel der Kosten eines vergleichbaren gemanagten Fonds. Aus vielen Rückblicken weiß man, dass sich Fondsmanager schwer tun, auf Dauer die Indexfonds zu schlagen – es spricht also nichts gegen den Verzicht auf ein aktives Management. Ob Sie die 10 000 Euro auf einmal anlegen oder „versparplanen“ und zum Beispiel über drei Jahre sukzessive anlegen, bleibt Ihnen überlassen. Das Risiko des Einmalkaufes liegt darin, dass es sich möglicherweise um den „falschen Tag“ handeln könnte – also ein längerer Abschwung folgt. Auf Sicht von 18 Jahren dürfte der Zeitpunkt aber eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn Ihr Enkel dann mit 18 das Geld ganz oder teilweise für seine Ausbildung benötigt, beachten Sie bitte, dass Sie rechtzeitig den entsprechenden Betrag in schwankungsärmere Anlagen umschichten (Tages- oder Festgeld).