Die Vorteile einer frischen Sommer-Ernte

von Redaktion

Im Juni und Juli ist das Angebot an Obst und Gemüse geradezu paradiesisch, man würde Verbrauchern am liebsten zurufen: „Kauft jetzt frischen bayerischen oder zumindest deutschen Blumenkohl sowie Bohnen, Erbsen, Fenchel, Salatgurken, Kohlrabi, Lauch, Frühlingszwiebeln, Radieschen, Spitzkohl, Zucchini, Zuckerschoten und knackigen Salat.“ Und nicht zu vergessen: Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren.

Die meisten über 60-Jährigen bevorzugen tatsächlich regionale Lebensmittel. Sie kennen sich noch aus mit der Saison. Dagegen brauchen die Jungen oft schlagfertige Argumente. Hier sind sie: In der Region produziertes Obst und Gemüse konnte länger reifen. Es kommt nach der Ernte schneller in den Handel und ist deshalb frischer – ein Plus an Geschmack und Qualität. Regional ist gleichzeitig ökologisch, denn die Lebensmittel müssen nicht um die halbe Welt reisen.

Äpfel aus Neuseeland, Knoblauch aus China, Kartoffeln aus Ägypten und grüne Bohnen aus Südafrika sind nur einige Beispiele. Wer beim Einkauf auf die Herkunftskennzeichnung auf dem Etikett oder Regal achtet, geht nicht in die Falle. Dass der Preis für heimische Ware oft höher ist, liegt an den höheren Produktionskosten in Deutschland. Es sind die Löhne der Arbeiter und Erntehelfer und die Kosten für Böden, Wasser und Dünger. All das ist in den Südländern billig und meist schädlich für Mensch und Umwelt.

Großkonzerne in unserem Land locken Verbraucher gerne mit Dumpingpreisen in ihre Märkte. Sie wissen, dass zum Frischen auch immer andere Ware eingekauft wird. So verzichten sie auf einen Gewinn aus dem Obst- und Gemüseangebot. Aber oft lässt sich ein ganzer Cocktail an Pestiziden, meist unter dem Grenzwert, nachweisen. Vom Bohren illegaler Brunnen oder dem Ausbeuten der Arbeiter in den Anbaugebieten ganz zu schweigen. Inzwischen werden über 60 Prozent des Gemüses und über 80 Prozent des Obstes nach Deutschland importiert – Zitrusfrüchte nicht mitberechnet. Über 140 Tonnen Lebensmittel kommen täglich mit dem Flieger zu uns, darunter Bohnen aus Südafrika oder Erdbeeren aus Ägypten.

Ebenso spricht für den Kauf regionaler Produkte:

. Intensive Geschmacksvielfalt durch „alte“ Sorten.

. Höherer gesundheitlicher Wert durch einen höheren Gehalt an sekundären Pflanzenstoffe und Vitaminen. Beispielsweise hat ein im Sommer geernteter Salatkopf einen drei bis fünfmal höheren Gehalt an Flavonoiden als einer, der im April geerntet wird. Freilandtomaten weisen um ein Drittel mehr Vitamin C auf, als die aus dem Gewächshaus.

. Niedrigere Nitratbelastung bei Freiland- und Sommerware.

. Beitrag zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region.

. Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzung und zur Kulturlandschaft.

. Bewahrung traditioneller Anbau-Kenntnisse und regionaltypischer Rezepte.

. Meidung von Verpackungsmüll beim Einkauf auf Bauern- oder in Biomärkten.

Blumenkohl Pizzaboden

Zutaten: 500 Gramm Blumenkohl, drei Eier, 100 Gramm gemahlene Mandeln, 50 Gramm geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer, eine Prise Chili, ein halber Teelöffel Kurkuma

Zubereitung: Blumenkohl putzen, in Röschen teilen und mixen, mit allen Zutaten mischen und würzen, Springform fetten und mit Backpapier belegen. Die Masse darauf geben und 20 Minuten bei 200 Grad backen. Mit Zutaten der Wahl belegen und nochmals acht bis zehn Minuten backen.

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