Bei Hitze viel trinken – aber was?

von Redaktion

Heiß ist es! Jetzt ist viel trinken angesagt. Denn bei hochsommerlichen Temperaturen verliert der Körper große Mengen Flüssigkeit und wichtige Mineralien. Dieser Verlust kann nur durch die Aufnahme geeigneter Getränke wie Wasser oder Mineralwasser ideal ausgeglichen werden.

Die erhoffte Abkühlung mithilfe von eisgekühlten Getränken ist dagegen eher unbedeutend. Auch wenn es seltsam klingt: Schwitzen ist die beste Temperaturregelung. Dazu sollte die körpereigene Verdunstungsmaschine stimuliert werden. Für Menschen in Indien, China oder in Wüstenregionen ist es üblich, gut warme Getränke wie Tee in stetigen kleinen Schlucken über den Tag zu trinken. Damit bekommen unsere Temperaturfühler im Körperinnern ein zusätzliches Hitzesignal, das zu einem ständigen leichten Schwitzen, aber nicht zu sturzbachartigen Schweißausbrüchen führt. Dieser kleine Schweißfilm verdunstet auf der Hautoberfläche und kühlt dabei leicht.

Die asiatische Spezialität ist heißes Ingwerwasser. Dazu ein Stück in Scheiben geschnittene Ingwerknolle in eine große Thermoskanne geben und mit heißem Wasser aufgießen. Über den Tag in kleinen Schlucken trinken. Kaffee sollte nur zur Flüssigkeit gerechnet werden, wenn sonst genügend getrunken wird. Gut zwei Liter Flüssigkeit sollten Erwachsene täglich zu sich nehmen. Kommt eine körperlich anstrengende oder sportliche Aktivität hinzu, ist sogar noch ein Liter pro Stunde mehr erforderlich. Das Durstgefühl ist dabei kein Gradmesser.

Durst wird gerade von älteren Menschen oft kaum verspürt. Doch für sie ist die Überwindung zum Trinken besonders wichtig. Gut gelingt es mit einem Trinkplan, auf dem das geschaffte Pensum von gut 1,5 Litern – das sind 8 mal 200 Milliliter – ausgestrichen werden kann. Ein Erwachsener verliert am Tag gewöhnlich 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit. An heißen Tagen kann sich der Verlust schnell um das Zwei- bis Dreifache steigern.

Der hohe Flüssigkeitsverlust führt leicht zu Befindlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Muskelkrämpfen und Verdauungsproblemen. In Extremfällen drohen sogar Herzrhythmusstörungen oder ein Hitzschlag mit Kreislaufkollaps.

Als Durstlöscher eignen sich neben Wasser- und Mineralwasser ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie alkoholfreies Bier und gut verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Das Verhältnis von Wasser und Saft sollte etwa 1:2 betragen. Ungeeignet sind stark zuckerhaltige Getränke wie Cola, Limonaden oder Eistee, der in der industriellen Variante bis zu 46 Würfelzucker pro Liter enthält. Alkoholische Getränke belasten den Kreislauf zusätzlich.

Beim andauernden Schwitzen gehen dem Körper große Mengen an Kochsalz, Magnesium und anderen Elektrolyten verloren. Neben der Wasseraufnahme ist es deshalb sinnvoll, leichte Gemüsebrühen oder auch das türkische Nationalgetränk Ayran zu verzehren. Damit lässt sich der hohe Kochsalzverlust ausgleichen. Die meisten Supermärkte führen mittlerweile das Getränk aus Joghurt, Wasser und etwas Salz. Es ist im Kühlregal zu finden.

Besonders wasserreiche Gemüsesorten sind Zucchini und Salatgurken, beim Obst trumpfen Wassermelonen. Das alles lässt sich mit anderen Sorten wunderbar mixen. Mit Wasser aufgegossen wird es zum trendigen Smoothie.

Wassermelonen-Mix

Rund 300 Gramm Fruchtfleisch einer Melone (ohne Kerne), ein halber Liter kaltes Wasser, zehn Blättchen frische Zitronenmelisse, Saft einer halben Zitrone

Alle Zutaten mixen und sofort servieren.

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