Perfekten Sonnenschutz gibt’s schon ab 1,10 Euro

von Redaktion

Zuverlässiger UV-Schutz für die Haut ist unverzichtbar. Deshalb testet die Stiftung Warentest jedes Jahr Sonnenschutzmittel, Cremes, Lotionen und Sprays von günstig bis teuer. Aktuell im Fokus: Produkte mit hohem und sehr hohem Schutzfaktor (30, 50 und 50+). Fazit der Experten: Nur zwei, und zwar eher teure, der getesteten 19 Sonnencremes und Sonnensprays fallen durch.

Elf Sonnenschutzmittel schneiden insgesamt gut ab, sechs sogar sehr gut. Sie schützen so vor UVB-Strahlung, wie es auf der Packung steht – und auch ihr UVA-Schutz stimmt. Testsieger mit Note 1,3 ist die dm-Sundance Sonnenmilch. Es folgen notengleich (1,4) Aldis Ombra Sun Ultra Sensitive Sonnencreme (Aldi), Edekas Elkos Sun Sonnenmilch, das Sonnenspray sensitiv von Jean & Len und Rossmanns Sunozon Sonnenmilch.

Auf Mittel mit Lichtschutzfaktor 50 und 50+ sollten vor allem Menschen mit heller Haut setzen, Wassersportler oder Menschen, die nah am Äquator Urlaub machen. Zudem nutzt ein recht hoher Faktor der Haut von Kindern, da sie sehr empfindlich ist. Generell bestätigt sich auch in diesem Jahr: Der Preis sagt nichts über die Qualität der geprüften Mittel aus. Das günstigste Produkt im Test – Edekas Elkos Sun ist schon für 1,10 Euro pro 100 Milliliter zu haben – schützt ebenso zuverlässig wie solche, für die zehn oder gar über 30 Euro zu zahlen sind.

Ausgerechnet zwei eher teurere Sonnenschutzmittel fallen im Test durch: Das The Ritual of Karma Sun Protection Milky Spray von Rituals (9,30 Euro für 100 ml) und die Sun Sonnencreme von Speick (21,70 Euro für 100 ml) unterschreiten den ausgelobten Sonnenschutzfaktor. Das führt zur Note mangelhaft im Gesamturteil. Das Rituals enthält zudem einen kritischen Duftstoff. Er heißt Lilial und bislang ist er unklar, ob Lilial die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder das Erbgut verändern kann. Damit bleibt ungewiss, ob und in welchen Konzentrationen Lilial in Kosmetikprodukten sicher ist.

Auf allen aktuell geprüften Tuben und Flaschen prangt übrigens das Wort „wasserfest“. Doch Achtung: Auch Sonnencremes und Sprays, die als „wasserfest“ beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutzwirkung einbüßen. Denn selbst wenn sie nach zweimal 20 Minuten Baden nur noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes bieten, dürfen sie laut interna–tionaler Norm „wasserfest“ heißen.Wer auf Flasche oder Tube verspricht, sein Produkt sei „wasserfest“, ohne genauer zu erläutern, was das heißt, wurde von den Experten mit Punktabzug in der Bewertungskategorie „Beschriftung und Werbeaussagen“ bestraft, weil das beim Verbraucher eine trügerische Sicherheit erzeugen kann. Ihr Tipp lautet: „Frischen Sie nach dem Baden immer Ihren Schutz auf. So sind Sie auf der sicheren Seite.“

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