Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat unzulässige Zinsänderungen bei langfristigen Sparverträgen kritisiert. Eine Überprüfung habe ergeben, dass die Verbraucher durchschnittlich 2092 Euro zu wenig Zinsen von Banken und Sparkassen erhalten hätten, teilte die Verbraucherzentrale am Mittwoch in Stuttgart mit. Der Nachberechnung zufolge hätten die Institute in 43 Fällen insgesamt 89 970 Euro zu wenig Zinsen gezahlt. „Trotz klarer Vorgaben des Bundesgerichtshofs an die Transparenz von Zinsänderungsklauseln in langfristigen Sparverträgen haben wir bei 31 Instituten nach unserer Auffassung unzulässige Klauseln in den Verträgen gefunden“, sagte Niels Nauhauser, Abteilungsleiter Altersvorsorge, Banken, Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Sparer hätten danach nur die Hälfte der Zinsen erhalten, die ihnen zustünden. Diese seien keine Einzelfälle. Überprüft wurden langfristige Sparverträge, bei denen meist eine regelmäßige monatliche Sparrate einbezahlt wird. epd