Gute Spülmaschinen ab 400 Euro

von Redaktion

Reinigen können sie alle. Die meisten Spülmaschinen halten auch zehn Jahre durch. Was sie unterscheidet, ist der Preis: Gute Geräte gibt es zwischen 400 und 1200 Euro.

Wer sich die Mühe macht, seinen Abwasch per Hand zu erledigen, tut der Umwelt keinen Gefallen. Denn wer den Inhalt einer gefüllten Spülmaschine im Spülbecken reinigt, braucht rund 100 Liter Wasser und Wärme, die 2,5 Kilowattstunden Strom entspricht. Mit der Maschine kommt man dagegen mit zehn Litern Wasser aus und mit weniger als einer Kilowattstunde, schreibt die Stiftung Warentest und hat deswegen Geschirrspüler unter die Lupe genommen (test-Heft 10/2019).

Fast alle schwächeln beim Trocknen

Ein Relikt des Hand-Spül-Zeitalters sollte man dennoch stets zur Hand haben: das Trockentuch. Denn in dieser Disziplin schwächeln fast alle Geräte: Einzig zwei Spülmaschinen von AEG schaffen beim Trocknen im Kurzprogramm die Note „gut“. (FSB 52610Z und FEB 52610ZM).

Der Testsieger ist auch am teuersten

Soweit verfügbar wurden Modelle paarweise getestet. Einmal mit versteckter, einmal mit sichtbarer Bedienblende.

So erreicht ein Geschwisterpaar von Miele in beiden Kategerien die Note 2,0: SC6770 SCVi und G5739 SCi. Die Geräte sind aber mit 1210 oder 1050 Euro auch die teuersten. Knapp geschlagen sind damit die Geräte der Marke Neff S516T80X1E/GV6801T und S416T80S1E/GI6801TN; Note 2,1 bei einem Preis von 630 oder 670 Euro. Und mit 2,2 noch einen Zehntelpunkt dahinter rangieren die Bosch-Geräte SMV76MX01E und SMI67MS01E. Sie sind auch noch ein bisschen günstiger 595 oder 610 Euro.

Die hohe Spülkunst: Teeränder beseitigen

Ausgesprochene Sparfüchse müssen nicht auf hohe Qualität verzichten. Die Beko DIN 28431 für 405 Euro und ihr Schwestermodell DSN 28431X für 400 Euro schaffen noch die Note 2,5. Allerdings erreichen sie bei der Reinigungsleistung im Sparprogramm nur die Note gut. Die Geräte von Miele, Neff und Bosch kommen hier auf „sehr gut“. Es war auch kein ganz einfacher Test: Eingetrockneter Haferbrei und Teeränder verlangten den Prüflingen Schwerstarbeit ab.

Sparprogramm braucht über drei Stunden

Beim Strom- und Wasserverbrauch erreichen alle acht Geräte im Sparprogramm die Spitzennote. Doch zehrt dieses Programm gelegentlich am Nervenkostüm gestresster Menschen. Es nimmt sich viel Zeit fürs Sparen. Zwischen drei Stunden und zehn Minuten (Neff, Bosch) und drei Stunden und 48 Minuten dauert ein Spülgang im Öko-Modus.

Beim Kurzprogramm klappt das schon in eineinhalb Stunden. Im Eiltempo erreichen aber nur noch die Miele-Geräte ein sehr gutes Spülergebnis. Bei allen Geräten steigert das Tempo auch den Strom und Wasserverbrauch deutlich.

Fast alle hielten den Dauertest durch

Als schwächste Maschinen erwiesen sich zwei Geräte von Samsung, die den Dauertest von 2800 Spülgängen nicht schafften. Sie kamen nur auf die Note 4,0. Auch ein Gerät der Marke Siemens und eines von Ikea gaben auf. Alle anderen schafften den Marathon. Unerheblich ist, ob das Besteck in einem Korb verstaut wird oder in einer Schublade. Bei beiden Varianten wird das Besteck sauber. Der Korb nimmt etwas mehr Platz ein.

Artikel 4 von 6