Schein-Schnäppchen von außerhalb der EU

von Redaktion

Vermeintliche Schnäppchen von außerhalb der EU kosten häufig mehr als gedacht. Ein Paar Schuhe aus den USA, das inklusive Versand umgerechnet rund 150 Euro kostet, verteuert sich durch mehrere Einfuhrabgaben am Ende auf mindestens 200 Euro, wie die Stiftung Warentest vorrechnet. In deutschen Geschäften wären sie schon für 175 Euro zu haben gewesen. Wer Waren außerhalb der EU bestellt, muss mit versteckten Extrakosten rechnen.

In der Regel wird Einfuhrumsatzsteuer fällig, wenn der Bestellwert über 22 Euro liegt. Das ist die Summe aus dem Wert der Ware und der Versandkosten.

Zudem werden auf bestimmte Waren Verbrauchsteuern erhoben, die wertunabhängig sind. Beispielsweise fallen pro Liter reinen Alkohol 13,03 Euro Steuern an. Bei einem Bestellwert von mehr als 150 Euro muss bei Waren aus Ländern wie den USA, China oder Japan zudem mit Zoll gerechnet werden. Der Rechner test.de/zollrechner hilft dabei, die Zollsätze einzuschätzen.

Führt der Paketdienst die Zollanmeldung für den Empfänger durch, ist mit einer weiteren Verteuerung zu rechnen. DHL fordert dafür eine sogenannte Kapitalbereitstellungsprovision, die zwei Prozent des Gesamtwerts beträgt. Zuletzt können Beförderungskosten anfallen, wenn das Paket außerhalb Deutschlands in der EU ankommt.  mm

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