Angestellte und Selbstständige sollten eine private Krankenversicherung nur in Betracht ziehen, wenn sie wohlhabend sind oder sich bis zur Rente genug Vermögen für ihre dann dreimal so hohen Beiträge aufbauen können. Finanztest rät deshalb dringend zum Ansparen. Zwei Drittel des Beitrags sollte man aus dem Ersparten finanzieren können. Berücksichtigt wird der Mehrbedarf, denn auch gesetzlich Versicherte müssen Beiträge bezahlen.
Ein Beispiel: Ein Modellkunde der „Finanztest“ versichert sich mit 35 Jahren privat, geht mit 67 Jahren in Rente und wird 89 Jahre alt. Wenn er nach der Faustregel damit rechnen muss, dass seine Versicherungsbeiträge als Rentner 1611 Euro betragen, sollte er also im Alter monatlich 1074 Euro für die Versicherung zahlen können, zwei Drittel dieses Betrags. Angestellte bekommen dagegen als Rentner einen Beitragszuschuss vom Rentenversicherungsträger. Sie müssen daher etwas weniger ansparen. „Finanztest“ nimmt an, dass der Zuschuss in 32 Jahren bei 300 Euro liegen könnte. War der Modellkunde angestellt, hat er also nur einen monatlichen Bedarf von 774 Euro.