Streichfette aus Butter und Rapsöl vereinen feinen Buttergeschmack und gesundes Rapsöl. Sie sind Alternativen zur Butter, denn sie lassen sich direkt aus dem Kühlschrank aufs Brot schmieren. Die Stiftung Warentest hat 23 Produkte getestet: Eigenmarken von Discountern und Supermärkten sowie Markenprodukte wie Arla, Kerrygold, Meggle oder Weihenstephan. 14 Streichfette im Test schneiden gut ab, vier allerdings sind nur ausreichend.
Butter mit Rapsöl lässt sich gut verstreichen
Harte Butter kann die Frühstückslaune trüben: Wie gut, dass es streichbare Alternativen zu Butter gibt. Anders als Margarine, die nur drei Prozent Milchfett enthalten darf, bestehen die getesteten Mischstreichfette – so die fachlich korrekte Bezeichnung – meist aus Butter und Rapsöl. In puncto Streichfähigkeit sind alle Produkte im Test gut: Sie können direkt aus dem Kühlschrank aufs Brötchen, Croissant, Brot oder Knäckebrot geschmiert werden. Etliche davon zum kleinen Preis von 1,29 Euro pro 250-Gramm-Becher.
Skandinavische Erfindung
Die schwedisch-dänische Molkereigenossenschaft Arla brachte 2006 als erstes Unternehmen Streichfette mit Butter und Rapsöl auf den Markt. Viele Hersteller zogen mit eigenen Mischstreichfetten nach. 23 davon hat die Stiftung Warentest getestet, alle enthalten Butter und Rapsöl.
Weihenstephan und Kærgården am besten
Vorn liegt Weihenstephan „Die Streichzarte“ für 1,59 Euro pro 250-Gramm-Becher (Note 1,8), gefolgt von Arla „Kærgården – Das Original“ für 2,19 bei 250 Gramm (Note 2,0). Günstiger sind die ebenfalls guten Streichfette „Milfina“ von Aldi Süd (2,2) und „ja Streichgut“ von Rewe (2,2). Beide kosten jeweils 1,29 Euro pro 500 Gramm.
Das Geheimnis der Streichfette
Die Mischstreichfette sollen sich nicht nur gut verstreichen lassen, es kommt auch darauf an, dass sie nach Butter riechen und schmecken. Der Test zeigt: Butter mit ihrem feinen Geschmack und Rapsöl mit seinen guten Fettsäuren – mehr braucht es nicht für eine gute Alternative zur Butter. Mehr als die Hälfte der Streichfette – nämlich 14 Produkte – hat die Stiftung Warentest mit dem Qualitätsurteil gut bewertet.
Neben den bereits genannten Produkten waren das: Arla „Bio Streichzart“ (2,1), Meggle „Streichzart“ (2,1), Arla „Kærgården – Das Original Balance“ (2,3), Kaufland „K-Classic Smålgarden“ (2,3), Lidl „Milbona Sødergården“ (2,3), Penny „Elite Lækkergården“ (2,3), Real „Quality Lækkersmør“ (2,3), Arla „Smørbar“ (2,4), Edeka „Gut & Günstig Streichzart“ (2,4) und Norma „Landfein – Die Streichbare“ (2,4).
Rama und Botterram schneiden schlecht ab
Neben den 14 „gut“ getesteten Produkten gab es fünf „befriedigende“ und vier „ausreichende“ Produkte. Sie haben Mängel in puncto Geschmack und Deklaration und enthalten zum Teil mehr Schadstoffe als nötig, allerdings nicht in bedenklichen Konzentrationen. Befriedigend schnitten ab: Kerrygold „Extra“ (2,6), Meggle „Streichzart mit Joghurt“ (2,8), Aldi Nord „Mælkbøtte“ (3,2), Deli Reform „Gutes aufs Brot“ (3,3) und Netto „Lækker Smørbar“ (3,4). Vier Produkte waren lediglich ausreichend: Norma „Frisan mit Butter“ (3,7), Züger Frischkäse „Bio Bura, lactosefrei“ (3,8), Botterram (4,5) sowie Rama „mit Butter“ (4,5).
Das Kleingedruckte weist auf Palmfett hin
Einige Produkte enthalten zusätzlich Buttermilch, Joghurt oder Milchsäurekulturen, mitunter auch Palm- oder Kokosfett oder beides. Diese Fette haben hohe Anteile an gesundheitlich nachteiligen gesättigten Fettsäuren. Die Streichfette Botterram und Rama sind aus einem bestimmten Grund aufgefallen: Sie enthalten mehr Palmfett als Butter und Rapsöl zusammen. Doch sie werben nur mit den Zutaten Butter und Rapsöl. Dass auch Palmfett drin ist, erschließt sich erst, wenn man das Zutatenverzeichnis auf dem Becherboden entziffert. Wie viel genau, verrät aber auch das Kleingedruckte nicht. Beide Produkte bekommen im Prüfpunkt Deklaration ein Mangelhaft.
Rapsöl positiv für die Herzgesundheit
Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass die mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren des Rapsöls das Risiko für Diabetes- und Herzkrankheiten senken. „Sie wirken nachgewiesenermaßen positiv auf die Herzgesundheit.“ Das richtige Verhältnis der beiden ungesättigten Fettsäuren sei für die Gesundheit wichtig. Besonders erfreulich: Dieses Verhältnis, so die Stiftung Warentest, sei bei allen getesteten Produkten gut. mm