Eine elektrische Zahnbürste muss nicht teuer sein. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest (Ausgabe 12/2019). Die Experten haben elf Geräte untersucht, die alle für weniger als 100 Euro zu haben waren. Neun elektrische Zahnbürsten schnitten gut ab.
Testsieger für 95 Euro
Am besten schnitt das Modell „Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin“ von Braun im Test ab (Note 1,9). Mit 95 Euro war die elektrische Zahnbürste allerdings nicht gerade günstig. Zumal der mittlere Preis für eine Ersatzbürste bei 3,30 Euro liegt und die Empfehlung lautet: Der Bürstenkopf sollte spätestens nach drei Monaten gewechselt werden – das geht auf Dauer ins Geld.
Aber auch hier gibt es günstige Alternativen. Bleibt die Frage, ob die Nachbauten mit den Original-Bürstenköpfen für Oral-B-Geräte mithalten können? Nein, lautet die Antwort der Stiftung Warentest. „Der gute Original-Oral-B-Bürstenkopf sticht die preiswerten Alternativen der Drogerieketten Rossmann und Müller aus, ebenso die bei Amazon online gekaufte Soniwhite-Bürste.“ In einem separaten Test schneiden die alternativen Bürstenköpfe nur befriedigend ab.
Günstige Bürstenköpfe
Anders sieht es für Verbraucher aus, die eine elektrische Zahnbürste von Philips nutzen: Hier könnte sich der Wechsel zu einem alternativen Anbieter lohnen. Zwar schnitt der Original-Bürstenkopf von Philips im Test am besten ab (Note: 2,6) – nur kostet er aber 3,60 Euro.
Die gute Nachricht für Verbraucher: Philips musste sich den Spitzenplatz mit einem deutlich günstigeren Modell von dm teilen. Die „Donto-dent Universal Aufsteck-Bürsten Sonic Pro Clean“ wurden von der Stiftung Warentest ebenfalls mit 2,6 bewertet – kosten aber nur 2,48 Euro.
Es geht sogar noch günstiger: Der „Dental Sensowhite Zahnbürsten Ersatz“ des Herstellers Carolina Meyer kostet nur einen Euro – und ist mit der Note 2,8 kaum schlechter als die beiden anderen Modelle. Lediglich in Sachen Haltbarkeit müssen Nutzer beim Ein-Euro-Bürstenkopf Abstriche in Kauf nehmen.
Gute Zahnbürsten
Wer noch keine elektrische Zahnbürste hat, sollte sich aber überlegen, ob er sich überhaupt ein Philips-Gerät zulegen möchte. Denn im aktuellen Test schnitt die „Sonicare 4500 Protective Clean“ von Philips am schlechtesten ab (3,2). Dagegen erwiesen sich neben dem Testsieger von Braun sieben weitere elektrische Zahnbürsten als „gut“. Zwei Modelle bestachen durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum einen die „Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional“ von dm für 16 Euro (Note 2,1/Preis für eine Ersatzbürste: 1,98 Euro) sowie die Budnikowski „Budnident Akku Zahnbürste Total Clean Professional“, ebenfalls für 16 Euro (2,2/2,32 Euro).
Ebenfalls „gut“: Die „Silk’n SonicSmile“ für 100 Euro (2,1/5,00 Euro) und die Braun „Oral-B Pro 2 2000N“ für 50 Euro (2,2/3,30 Euro).
Als Preiskracher erwies sich ein Modell von Lidl: Die „Nevadent Professional Care Batteriebetriebene Zahnbürste“ kostete nur acht Euro. Note: 2,2. Und Ersatzbürsten für das Lidl-Gerät gibt es bereits ab 83 Cent. Der Nachteil: Als Aktionsware ist sie laut Stiftung Warentest momentan nicht erhältlich.
Deutlich teurer waren die „Oral-B Pro 700 Tiefenreinigung“ von Braun für 65 Euro (2,3/3,30), die „Schallzahnbürste“ von Grundig für 49 Euro (2,3/5,00 Euro) sowie die „Rotierende Zahnbürste“ von Happybrush für 40 Euro (2,4/2,48 Euro).
Entsorgung der Geräte
„Elektrische Zahnbürsten haben in der Regel fest eingebaute Akkus, die Nutzer nicht austauschen können“, kritisiert die Stiftung Warentest. Sei der Akku kaputt, fliege oft die ganze Zahnbürste auf den Abfall. „In den Hausmüll gehört ein Akku aber auf keinen Fall“, warnen die Experten. Nutzer sollten die Zahnbürste daher nach Gebrauchsanleitung demontieren, den Akku entnehmen und in speziellen Sammelboxen entsorgen. Diese Boxen fänden sich in Drogerien, bei Discountern und anderen Händlern.
Auch rät die Stiftung Warentest vom Kauf batteriebetriebener Zahnbürsten ab (einziges Batterie-Gerät im Test war die günstige Lidl-Bürste). Akkus sind demnach deutlich umweltfreundlicher, da alte Batterien weggeworfen werden müssten. Dagegen hätte eine akkubetriebene Zahnbürste ihren Umweltvorteil bereits nach wenigen Ladungen erreicht. sh