Im ersten Teil unserer weihnachtlichen Einkaufsberatung geht es um Fernseher, Tablets und Smartphones.
Welches Bildformat sollte jetzt ein neuer Fernseher bieten?
4K ist mittlerweile klar das sinnvollste Format. Denn die 4K-Fernseher mit der vierfachen HD-Auflösung, die auch als Ultra HD (UHD) in den Läden stehen, sind bereits für knapp über 300 Euro zu haben. Der Vorgänger Full HD spielt deshalb kaum mehr eine Rolle. Es gibt außer den UHD-Sportübertragungen auf Sky bisher zwar nur wenige 4K-Sendungen. Aber Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime Video zeigen, wie brillant 4K-Bilder aussehen können. Mittlerweile setzen einige Hersteller wie Samsung (ab 2400 Euro) sogar schon auf das noch schärfere 8K. Doch bei Fernsehern in Wohnzimmer-Größe erkennt das Auge praktisch keinen Unterschied mehr zwischen 4K und 8K.
Was bringt ein OLED-Fernseher?
Kunden haben derzeit die Wahl zwischen drei Bildschirmtechniken. Im Angebot sind das klassische LED, das technisch führende OLED – und Samsungs LED-Variante QLED, die beinahe an OLED heranreicht. Die aktuell besten Fernseher bei Warentest kommen von LG und verwenden alle OLED, das mit exzellenten Kontrasten, tiefem Schwarz und einem perfekten Bild auch von der Seite glänzt. Aber auch „normale“ LED-Fernseher können Top-Bilder liefern. Wichtig beim Kauf ist bei allen drei Techniken der Bildmodus HDR, der für besonders eindrucksvolle Kontraste sorgt. Standard ist dabei HDR10. Noch bessere Bilder liefern HDR10+ und Dolby Vision.
Wie groß sollte ein Fernseher sein?
Groß-Fernseher sind so beliebt, dass die TV-Hersteller in Geräte unter 40 Zoll gar nicht mehr die aktuellste Technik einbauen. Standardgröße ist mittlerweile 55 Zoll (1,40 Meter). Und auch 65 Zoll (1,65 Meter) setzen sich zunehmend durch. Angst vor den TV-Riesen ist meist unbegründet. Denn durch die viermal kleineren Bildpunkte von 4K können Zuschauer näher am Fernseher sitzen, ohne Kopfweh zu bekommen. Bei 55 Zoll reichen 1,50 Meter Abstand meist aus.
Wie finde ich genau den richtigen Fernseher?
TV-Geräte von LG und Samsung belegen bei Warentest derzeit 18 der ersten 20 Plätze. Mit den Südkoreanern kann man also wenig verkehrt machen. Und weil der Unterschied zwischen den Modelljahrgängen so gering ist, lohnt es sich meist, zu einem Vorjahresgerät zu greifen. Beispiel: Bester 55-Zöller bei Warentest mit der „sehr guten“ Note 1,5 ist der aktuelle LG OLED55C97LA für rund 1600 Euro. Der Vorgänger OLED55C8 brilliert mit der gleichen Note, ist aber vereinzelt noch um die 1200 Euro zu haben. Bester aktueller 55-Zoll-Fernseher unter 800 Euro ist bei Warentest der Samsung GQ55Q60RG mit Note 1,9 für 770 Euro.
Lohnt sich ein Tablet heute noch?
Auch wenn Smartphones immer größer werden – um auf der Couch oder unterwegs im „Großformat“ zu surfen, zu mailen oder gemütlich Filme anzuschauen, gibt es kein praktischeres Gerät als ein Tablet. Vor allem auch Kinder oder Ältere kommen mit der Touch-Bedienung meist besser zurecht als mit Tastatur und Maus. Für Apples iPad sprechen einfache Bedienung, App-Auswahl und Datenschutz. Aber wer am Handy ohnehin auf Android setzt, findet auch mit diesem System Top-Tablets.
Welche iPads sind gut und bezahlbar?
Im Vergleich zu den sündteuren iPhones bietet Apple seine Einsteiger-Tablets relativ günstig an. Denn hier ist zwar gute Technik eingebaut – aber nicht die allerneueste. Das preiswerteste Apple-Tablet heißt schlicht „iPad“, ohne Namenszusatz. Der Bildschirm ist seit heuer 10,2 statt 9,7 Zoll groß. 32 GB kosten direkt bei Apple 379 Euro. Wer mehr Fotos, Videos oder Apps speichern will, bekommt 128 GB für 479 Euro. Beide Varianten sind im Online-Handel bis zu 50 Euro günstiger zu finden. Das namenlose „iPad“ ist klar die bessere Wahl als das (zu) kleine iPad mini ab 449 Euro und das Mittelklasse-Modell iPad Air ab 549 Euro. In einer ganz anderen Liga spielen die Profi-Tablets iPad Pro, deren Preise erst bei 879 Euro beginnen. Sie bieten das aktuelle Apple-Design ohne Home-Knopf und mit Gesichtserkennung, sind aber vor allem für aufwendige Grafikerstellung, Videoschnitt oder Musikproduktion gedacht.
Welche Android-Tablets sind zu empfehlen?
Die ersten zehn Plätze bei Warentest teilen sich Apple und Samsung. Direkt hinter dem iPad Pro schneidet das 10,5 Zoll große Samsung Galaxy Tab S4 exzellent ab, das mit 64 GB Speicher rund 500 Euro kostet. Es überzeugt mit Top-Noten für Bildschirm, Akku und Bedienung. Neuer, etwas teurer und genauso gut ist das Samsung Galaxy Tab S6 mit 128 GB für 650 Euro. Und auch der Warentest-Spartipp kommt von Samsung. Das Galaxy Tab A 10.1 kostet mit 64 GB nur 230 Euro.
Warum sind die Fire-Tablets von Amazon so auffällig günstig?
Amazon muss an den Geräten selbst nicht viel verdienen. Denn sie sollen die Nutzer vor allem dazu bringen, fleißig beim Internet-Händler einzukaufen. Deshalb fühlen sich die Fire-Tablets an wie ein digitaler Supermarkt, in dem es zudem deutlich weniger Apps gibt als auf einem Android-Tablet. Und Amazons Neugier-Assistentin Alexa hört fleißig mit. Wen das nicht stört, der findet mit dem Fire 7 (ab 55 Euro), dem Fire HD 8 (ab 90 Euro) und dem Fire HD 10 (ab 150 Euro) solide Technik zum Sparpreis.
Was ist zu empfehlen, iPhone oder Android-Handy?
In Deutschland haben sich zuletzt 81 Prozent der Käufer für ein Smartphone mit Googles Android-Software entschieden und nur 18,9 Prozent für ein iPhone. Denn während Apples Preisliste erst bei 529 Euro beginnt, gibt es Android-Handys auch schon unter 100 Euro. Und die besten Androids wie das Samsung Galaxy S10+ bieten oft neuere Technik als das iPhone. Fürs Apple-Handy sprechen Design und Verarbeitung, einfache Bedienung, Sicherheit und Datenschutz. Laut der Sicherheitsspezialisten von Panda ist das Risiko, sich Schadsoftware einzufangen, bei Android 50-mal höher als beim iPhone.
Muss es unbedingt das neueste iPhone sein?
Nein. Denn sogar auf dem iPhone 6S aus dem Jahr 2015, das für 300 Euro nach wie vor im Handel ist, läuft noch das neue Betriebssystem iOS 13. Damit ist es bis heute ein flottes und sicheres Smartphone. Zwei Jahre jünger ist das iPhone 8 – ab 529 Euro mit 64 GB das günstigste iPhone, das Apple selbst noch neu verkauft. Das Design mit Home-Knopf ist zwar nicht mehr taufrisch. In Sachen Tempo ist das 8er aber nach wie vor top. Teurer, aber trotzdem ein klarer Kauftipp ist das iPhone XR von 2018. Es bietet das aktuelle Design ohne Home-Knopf und kostet mit 64 GB bei Apple 699 Euro. Im Online-Handel ist es schon um die 600 Euro zu haben. Das aktuelle iPhone 11 (ab 799 Euro) unterscheidet sich vom XR weitgehend nur durch die noch bessere Doppel-Kamera. Und die Top-Modelle 11 Pro (ab 1149 Euro) sind mit OLED-Bildschirm und Dreifach-Kamera zwar exzellent, aber eben auch extrem teuer.
Mit welchen Android-Handys kann man sparen?
Unter 100 Euro ist Vorsicht angesagt. Denn solche Android-Smartphones sind mit veralteten, unsicheren Android-Versionen und unscharfen Bildschirmen ihr Geld meistens nicht wert. Wer sparen will, sollte darauf achten, dass das noch recht aktuelle und damit sichere Android 9 installiert ist und dass die Bildschärfe zumindest um die 300 ppi liegt. Diese Bedingungen erfüllt das ordentliche Xiaomi Redmi 7A für 95 Euro. Etwas teurer ist das Motorola Moto G7 Play, das für 130 Euro einen 5,7 Zoll großen HD-Bildschirm und eine gute 13-Megapixel-Kamera bietet. Samsungs Vernunft-Smartphone ist das 6,4 Zoll große Galaxy A50, das für 280 Euro alles an Bord hat, was ein Smartphone heute braucht – inklusive Dreifach-Kamera.
Welche Android- Topmodelle lohnen sich?
Weil Samsung die Android-Software seiner Smartphones meist nur zwei Jahre lang aktuell und damit sicher hält, sind die neuen Galaxy-S10-Modelle zu empfehlen. Bereits das günstigste S10e für 530 Euro überzeugt mit exzellentem 438-ppi-Bildschirm und Doppel-Kamera. Die Standard-Variante S10 (ab 620 Euro) und der noch größere Warentest-Sieger S10+ (ab 700 Euro) bieten noch schärfere Displays und Dreifach-Kameras. Top-Alternativen, jeweils für 750 Euro, sind das Google Pixel 4, das dank künstlicher Intelligenz überragende Nachtfotos schießt, und das OnePlus 7T Pro. Das China-Smartphone begeistert mit spektakulär flüssigem 90Hz-Bildschirm.