BÖRSENWOCHE

Der kleine Bruder MDax liegt vorne

von Redaktion

Der große Bruder hat es trotz aller Anstrengungen noch nicht geschafft. Der kleinere dagegen schon: Am Freitag hat der MDax mit den 60 Aktien aus der zweiten Reihe ein neues Allzeithoch erklommen. 28 703 Punkte standen zeitweise auf der Börsenskala, getrieben von Unternehmen wie Varta, Evotec, Hugo Boss, Uniper, Carl Zeiss Meditec oder auch erst 2019 frisch an die Börse gekommenen Unternehmen wie Teamviewer. Um 26 Prozent hat der MDax in den letzten zwölf Monaten zugelegt. Und die Entwicklung ist Experten zufolge noch nicht zu Ende. Beim großen Bruder, dem Deutschen Aktienindex Dax, läuft es auch nicht schlecht, auch wenn das Rekordhoch von knapp 13 600 Punkten vom Januar 2018 noch nicht erreicht ist. Zum Wochenbeginn sah es fast danach aus, nur 49 Punkte fehlten. Dann zeigte sich, dass die Börsianer vom ersten Teil des Handelsabkommens zwischen den USA und China doch nicht überzeugt waren, weil damit – anders als ursprünglich erwartet – keine Absenkung der Zölle verbunden ist. Der Dax rutschte wieder deutlich unter 13 500 Punkte, bevor er sich zum Wochenschluss berappelte und zeitweise bis auf 40 Zähler an das Allzeithoch heranpirschte. Die Aussichten sind durchaus rosig, dass sich der Index noch im Januar auf neue Rekordhöhen schwingt. Wenn sich der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zur ersten Sitzung im neuen Jahr trifft wird er mit Blick auf die Zinsen voraussichtlich eines machen: Nichts. Der Leitzins bleibt wohl bei null, der Einlagezins für Kreditinstitute mit minus 0,5 Prozent negativ. Und beides noch für längere Zeit. Damit bleiben Sparanlagen unattraktiv und solide Aktien im Vorteil. ROLF OBERTREIS

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