Einflüsse aus der ganzen Welt verändern unsere Essgewohnheiten, machen unsere Mahlzeiten vielfältiger und bereichern unseren Wortschatz. Begriffe wie Pannacotta, Ratatouille, Crêpes oder Sushi haben sich längst in unserer Sprach- und Esskultur etabliert. Aktuell sind viele Modewörter für neue Gerichte und Zubereitungsformen dem Englischen entlehnt. Sie stehen meist für eine unkomplizierte Küche, die auf naturbelassene Zutaten setzt.
Smoothies
Der Smoothie hat es bereits in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft, obwohl es gar keine verbindliche Definition für ihn gibt. Smoothies sind dickflüssige Mixgetränke aus pürierten Früchten und Fruchtmark, manchmal mit Joghurt, Eis oder Milch gemischt. Grüne Smoothies enthalten pürierte Blattgemüse und Kräuter. Eine Smoothie Bowl wird nicht getrunken, sondern gelöffelt. Der Smoothie kommt dafür in eine Schüssel (englisch bowl) und wird mit beliebigen weiteren Zutaten wie Beeren, Nüsse, Getreideflocken, getrockneten Früchten und auch Gewürzen wie Zimt oder Kardamom bestreut.
Kakaonibs
Auch sogenannte Kakaonibs können Smoothies zieren. Dabei handelt es sich um fermentierte Kakaobohnen, die getrocknet, geschält und in kleine Stücke (englisch nibs) gebrochen werden. Sie schmecken herb nach Kakao, ein bisschen wie Bitterschokolade, nur ganz ohne Milch oder Zucker. Die wertvollen Antioxidantien, Mineral- und Ballaststoffe des Kakaos bleiben in den Nibs erhalten. Kakaonibs eignen sich zum Verfeinern von Müslis, Porridge, Desserts und auch von Nicecream, einem weiteren süßen Foodtrend.
Nicecream
Nicecream vereint die englischen Wörter nice (schön) und icecream (Eis). Es handelt sich um Bananeneis, das sich ganz einfach selbst herstellen lässt. Man friert reife, in Scheiben geschnittene Bananen ein und püriert sie anschließend mit etwas Flüssigkeit im Mixer. Fertig ist ein cremiges Speiseeis, ganz ohne zugesetzten Zucker oder Aromastoffe.
Buddha Bowl
Nicht nur als süße Smoothie Bowl, sondern auch in vielen anderen Formen ist das Essen aus der Schüssel derzeit beliebt. Da gibt es zum Beispiel die Buddha Bowl. Sie vereint mehrere kleine Portionen unterschiedlicher Speisen in einer großen Schüssel. Eine festgelegte Rezeptur gibt es nicht. Auf einem Bett aus Blattsalat oder Rucola zum Beispiel werden Kichererbsen, Reis oder Süßkartoffeln als Sattmacher drapiert. Rundherum kommen dann verschiedene Gemüse, zum Beispiel Karottenraspel, Kirschtomaten oder Zuckererbsen, ergänzt durch Tofuwürfel, gekochtes Ei oder auch gebratene Hähnchenstreifen. Dazu Sprossen, Pinienkerne, Avocado. Wichtig: Die einzelnen Komponenten werden nicht wie bei einem Salat durchmischt, sondern hübsch neben- und übereinander geschichtet.
Poke Bowl
Wer gerne Sushi isst, kann sich an einer Poke Bowl versuchen. Diese hawaiianische Bowl-Variante enthält marinierten, in mundgerechte Stücke geschnittenen rohen Fisch. Als Gemüsezutat in Bowls sind auch Zoodles beliebt. Dabei handelt es sich um lange, schmale Gemüsestreifen, oft aus Zucchini. Daher stammt auch die Wortschöpfung Zoodles aus Zucchini und englisch noodles (Nudeln). Zoodles lassen sich mit einem Spar- oder besser Spiralschäler, aber auch aus Karotten, Pastinaken, Kürbis oder Kohlrabi herstellen. Die Gemüsenudeln werden nur kurz gegart oder gebraten.
Nicecream
(etwa vier Portionen)
Zutaten: Vier sehr reife Bananen, Vier Esslöffel (Pflanzen-)Milch.
Zubereitung: Die Bananen schälen, in Scheiben schneiden und für mindestens vier Stunden im Gefrierfach tiefkühlen. Dann einige Minuten antauen lassen und mit der Flüssigkeit im Mixer pürieren. Sofort servieren. Das Grundrezept lässt sich beliebig mit Beeren, Mangos oder anderen Früchten ergänzen.