Was ein Verstoß gegen die Maskenpflicht kostet

von Redaktion

Wer mit dem ICE von München nach Hamburg reist und im Zug ohne Maske erwischt wird, kann Glück oder Pech haben: In Bayern gilt bei Missachtung der Maskenpflicht ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro, in Hamburg gibt es dagegen noch keine Regelung. Erst ab Montag soll in der Hansestadt ein Bußgeld fällig werden, mit 40 Euro fällt es aber deutlich geringer aus als im Freistaat. Auch während der Zugfahrt drohen Reisenden – je nach Bundesland – unterschiedlich hohe Strafen, wie aus Daten des Portals bussgeldkatalog.org hervorgeht (siehe Tabelle). Nur eines ist in allen Bundesländern gleich: Maskenverweigerer müssen jederzeit mit einem Rauswurf rechnen.

Bald könnte es auch beim Bußgeld eine einheitliche Regelung geben. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) forderte die Bundesländer gestern auf, einheitliche Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht einzuführen. Es wäre wünschenswert, eine einheitliche Linie zu haben, sagte Scheuer im ARD-„Morgenmagazin“. Aber selbst wenn es soweit kommt: Im grenzüberschreitenden Zugverkehr wird es weiterhin Unterschiede geben. So sind etwa in Österreich nach Angaben des Bahnbetreibers ÖBB 40 Euro Strafe für Reisende ohne Maske möglich.

Den meisten Bahnfahrern können die Bußgelder ohnehin egal sein. Denn die Mehrheit hält sich an die Maskenpflicht. Indirekt betroffen sind Reisende aber, falls sie sich durch Maskenverweigerer im Zug gestört fühlen. Scheuer appellierte gestern, die Regeln weiterhin einzuhalten. Er warnte, dies gehe nur mit Kontrollen. sh

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