So bleibt der Christbaum frisch

von Redaktion

Kundinnen und Kunden müssen allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr.

Nordmanntanne etwas teurer

Für einen Meter Nordmanntanne in bester Qualität werden zwischen 20 und 27 Euro verlangt, Blautannen kosten zwischen zwölf und 16 Euro je Meter und Fichten gibt es je Meter für neun bis zwölf Euro. In den meisten Wohnzimmern glänzen an Heiligabend festlich geschmückte Nordmanntannen, ihr Marktanteil beträgt 75 bis 80 Prozent. Kunden schätzen den Baum wegen seiner weichen und fest sitzenden Nadeln.

Trend zu mehr Regionalität

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald verstärkt sich der Trend zur Regionalität. Etwa 30 Prozent der Weihnachtsbäume werden direkt bei den landwirtschaftlichen Betrieben gekauft, weitere 30 Prozent im Straßenhandel. Auch der Online-Verkauf nimmt zu. Nach einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom gaben elf Prozent der Befragten an, ihren Baum im Internet bestellen zu wollen. Zehn bis zwölf Prozent der Weihnachtsbäume würden im Topf gekauft.

90 Prozent der Weihnachtsbäume kommen aus Deutschland, der Rest überwiegend aus Dänemark. Das größte Anbaugebiet ist das Sauerland in Nordrhein-Westfalen. Auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gibt es größere Flächen. Aus den drei Bundesländern stammen rund zwei Drittel der in Deutschland gewachsenen Weihnachtsbäume.

Den richtigen Baum finden

Die Wahl des richtigen Christbaums beginnt noch vor dem Kauf, erklärt der Verband natürlicher Weihnachtsbaum. Dann sollte nämlich entschieden werden, wie hoch und breit der Baum sein soll. Dafür lohnt es sich, den Zollstock zur Hand zu nehmen und den Raum, wo der Baum stehen soll, auszumessen. Nicht, dass man sich für einen zu großen entscheidet und der am Ende dann nicht ins Zimmer passt.

Beim Kauf selbst sollte dann auf ein festes und intaktes Nadelkleid geachtet werden. Das sieht man am besten, wenn der Baum noch nicht in ein Transportnetz verpackt ist. Dann kann man nämlich auch erkennen, ob Äste abgeknickt sind.

Stamm vor Ort kürzen lassen

Will man den Baum zu Hause direkt aufstellen, kann man den Verkäufer bitten, ihn ständerfertig zu machen. Dafür wird der Stamm etwas gekürzt, sodass eine frische Schnittfläche entsteht, die Wasser aufnehmen kann. Aber Achtung: Der Stamm sollte nicht angespitzt werden – also der Umfang des Stamms verringert werden, damit er in den Ständer passt. Nach Angaben der Experten mindert das die Wassertransportfähigkeit und verkürzt somit die Haltbarkeit des Baums.

Christbaum richtig lagern

Muss man den Baum vor dem Weihnachtsfest noch lagern, empfiehlt es sich, das Schutznetz um den Baum gewickelt zu lassen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass Äste und Zweige nicht abgeknickt sind. Zwei bis drei Tage vor dem Aufstellen sollte das Netz dann entfernt werden – so hat der Baum Zeit, sich zu entfalten.

Bis dahin sollte der Christbaum an einem kühlen, dunklen Ort lagern, bei zehn bis 15 Grad. Gut geeignet ist etwa der Keller, vielleicht auch Balkon oder Terrasse. In der Garage sollte man den Baum hingegen nicht zwischenlagern: Dort besteht die Gefahr, dass er mit Streusalz von den Autoreifen oder anderen schädlichen Stoffen in Kontakt kommt.

Auch sollte der Baum nicht in einen Eimer voll mit Wasser gestellt werden. Er könnte festfrieren. Zudem nimmt er in einer besonders kalten Umgebung ohnehin kein Wasser auf. Lagert der Baum hingegen im frostsicheren Keller, ist ein Eimer Wasser in Ordnung.

Hat man seinen Baum bis zum Aufstellen im Freien untergestellt, raten die Experten, ihn langsam an das warme Wohnzimmer zu gewöhnen – ihn also beispielsweise ein paar Tage in einen mittelwarmen Raum zu stellen. Ein Temperaturschock könnte nämlich dazu führen, dass der Baum früher nadelt.

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