Wie man Pflegekräfte findet

von Redaktion

Ob man eine Agentur einschaltet, um eine Hilfskraft aus dem Ausland fürdie Pflege daheim zu finden, oder ob man selbst tätig wird, hängt davon ab, ob man die organisatorische Arbeit dafür selbst bewältigen kann und will oder auch nicht. Und ob man Dritte lieber außen vor lässt und mit der ausländischen Betreuungskraft lieber selbst einen Arbeitsvertrag schließt – das kann auch ein Angehöriger übernehmen. Wichtig ist dann: Als Arbeitgeber müssen Familien die Hilfskraft offiziell anmelden. Dies erfolgt über die Agentur für Arbeit und die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung. Der Vorteil ist hier, dass die Kosten in der Regel niedriger ausfallen als bei einer Vermittlungsagentur. Und: Man hat die volle Kontrolle über das Beschäftigungsverhältnis – regelt Leistungen, Arbeitszeit und Bezahlung (mindestens 10,45 Euro brutto pro Stunde, ab Oktober zwölf Euro) direkt. Beauftragt man eine Agentur, entfällt der bürokratische Aufwand, das heißt zum Beispiel, man muss Steuer und Sozialabgaben nicht selbst abführen, dafür sind die Kosten meist höher. Wichtig hier: Man sollte bei der Agentur nach der sogenannten A1- Bescheinigung fragen und sie für seine Unterlagen kopieren. Sie ist der Nachweis, dass die Betreuungskraft im Heimatland sozialversichert ist.

Die richtige Agentur zu finden ist nicht einfach. Bisher gibt es für diesen Bereich keine Gütesiegel. Seit Februar 2021 gibt es aber immerhin einen neuen DIN-Standard für die Vermittlung von Hilfskräften (DIN-Spec 33454). Diese Zertifizierung sollte die Agentur nachweisen. Eine gute Agentur prüft übrigens genau den Betreuungsbedarf mit Fragebögen, Telefonaten oder Vor-Ort-Besuchen – und macht dann zwei bis drei Personalvorschläge. Wer keine Agentur einschalten will, findet Betreuungskräfte im Internet bei der Caritas (carifair.de) oder der Bundesagentur für Arbeit (zav.de).  wdp

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