Auch Industrie wird belastet

von Redaktion

Gas wird nicht nur wegen der soeben festgelegten Umlage teurer. Gas ist ein knapper und aktuell schwer zu ersetzender Rohstoff, der infolge des Ukraine-Krieges in großen Schritten teurer wurde (siehe Grafik). Die Umlage kommt noch obendrauf. Das trifft auch die Industrie. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet durch die Gasumlage mit Mehrkosten für die Industrie von 5,7 Milliarden Euro. Am stärksten betroffen seien energieintensive Grundstoffindustrien, erklärte IW-Energieexperte Thilo Schaefer am Montag. „Weil hier besonders viel Gas benötigt wird, auch als Rohstoff, wird die Gasumlage dort am härtesten zu spüren sein.“ Dazu zählten etwa die Chemie- und Metallindustrie und die Hersteller und Verarbeiter von Glas, Keramik, Steinen und Erden. „Alleine diese drei Branchen tragen mehr als die Hälfte der Mehrkosten.“

Auch die bayerische Wirtschaft ist in Sorge. Sie sieht eine weitere massive Belastung von Verbrauchern und Unternehmern. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), Bertram Brossardt, fordert, jetzt bei der Energiewende den Turbo einzulegen. Daneben müssten neben reaktivierten Kohlekraftwerken auch die verbliebenen Kernkraftwerke zumindest bis zum Ende der Heizperiode im nächsten Jahr genutzt werden. mm, dpa

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