Was höhere Zinsen bedeuten

von Redaktion

Steigende Leitzinsen wirken sich auch auf Verbraucher und Sparer aus. Die Banken zahlen wieder Zinsen auf Festgeld. Bei Laufzeiten von bis zu drei Jahren gibt es derzeit laut dem Verbraucherportal Finanztip.de zahlreiche Angebote mit 3,4 bis 3,6 Prozent Verzinsung. Bei sechs Monaten Laufzeit bietet demnach eine Bank 3,0 Prozent. Das Zinsniveau ist damit zwar so hoch wie seit Jahren nicht, im Vergleich zur Inflationsrate fällt es dennoch niedrig aus.

Die Festgeldzinsen steigen aber weiter. Dem Finanzvergleichsportal Biallo zufolge ist der Wettbewerbsdruck gerade unter den Online-Banken derzeit hoch, und bereits vor der erwarteten nächsten Leitzinserhöhung verbesserten einige von ihnen ihre Angebote bei der Festgeldverzinsung.

Negativzinsen auf Konten, die einen bestimmten Betrag überschreiten, gibt es nahezu nicht mehr. Die meisten Banken und Sparkassen haben dieses Verwahrentgelt mittlerweile abgeschafft. Laut Vergleichsportal Verivox wiesen zu Beginn der Woche noch elf Banken Negativzinsen für Privatkunden aus – vor einem Jahr waren es demnach 455.

Wer sich Geld leiht, muss stark steigende Kosten in Kauf nehmen. Bei Bauzinsen etwa liegt der effektive Jahreszins für ein Fünf-Jahres-Darlehen dem Darlehensvermittler Dr. Klein zufolge bestenfalls bei 3,64 Prozent. Ratenkredite gibt es laut Verivox derzeit für durchschnittlich 6,49 Prozent. Das ist doppelt so viel wie noch vor einem Jahr.

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