FTI-Pleite: Entschädigung startet

von Redaktion

Berlin – Knapp zehn Wochen nach der Pleite des Reiseveranstalters FTI können betroffene Kunden bald mit einer Entschädigung rechnen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF), über den Pauschalreisen abgesichert sind, startet nun mit dem Erstattungsprozess, wie der DRSF mitteilte. Vermutlich sei es „einer der größten Erstattungsprozesse zur Erfüllung des Verbraucherschutzes in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagte Co-Geschäftsführer Ali Arnaout. Demnach geht es um mehr als 215 000 abgesagte Pauschalreisen. Hinzu kämen 60 000 Pauschalreisende, die bei der Insolvenz bereits mit FTI im Urlaub waren. Das Erstattungsvolumen belaufe sich auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Ab jetzt werde man die Betroffenen kontaktieren, die dann online ihren Erstattungsantrag stellen können. Zuletzt hatte eine Sprecherin gesagt, die Mehrzahl der Erstattungen solle bis zum Herbst geleistet sein. FTI, bisher drittgrößter deutscher Veranstalter, hatte Anfang Juni Insolvenz angemeldet und alle gebuchten Reisen storniert. Über den DRSF sind bei Pauschalreisen bereits geleistete Zahlungen gegen eine Insolvenz abgesichert.

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