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Viel trinken, gerade auch bei Kälte

von Redaktion

Tee, Gemüsebrühe, warme Schorlen: Hauptsache flüssig und leicht. Denn auch im Winter sollte man rund 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. © Ole Spata, dpa

Ist es winterlich kalt, verbringt man viel Zeit in geheizten Räumen. Beim Gang nach draußen zieht man sich warm an, um nicht zu frieren. Man schwitzt kaum und Durst stellt sich bei so manchem gar nicht ein. Doch auch bei Kälte ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Denn selbst ohne körperliche Anstrengungen verliert unser Körper über Atmung, Schleimhäute, Haut und Urin etwa 2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei trockener (Heizungs-)Luft und Temperaturen unter 0 Grad steigt der Flüssigkeitsbedarf ebenso wie bei höheren Temperaturen oder starker körperlicher Anstrengung an.

Der menschliche Körper kann kein Wasser speichern. Um Austrocknung zu verhindern und Abbauprodukte auszuscheiden, muss daher regelmäßig Flüssigkeit zugeführt werden. Ein Flüssigkeitsmangel lässt die Schleimhäute in Nase, Mund- und Rachenraum austrocknen. Der Schutz gegen Krankheitserreger wie Viren sinkt, das Risiko zu erkranken steigt. Auch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwäche bis hin zu Verwirrtheit, eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit und Verstopfung können infolge eines Mangels eintreten. Langfristig drohen schwere gesundheitliche Schäden wie Kreislauf- und Nierenversagen bis hin zum Tod. Ohne zu trinken überlebt der Mensch nur zwei bis vier Tage.

Je größer die Körperoberfläche und je intensiver die körperliche Aktivität, desto mehr Flüssigkeit wird abgegeben und muss ersetzt werden. Über unsere Nahrung nehmen wir etwa einen Liter Wasser am Tag auf. Der Rest muss über Getränke zugeführt werden. Erwachsene sollten rund 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag trinken, Sportler entsprechend mehr.

Durst entsteht in der Regel, wenn der Körper mehr als 0,5 Prozent seines Gewichts in Form von Wasser verloren hat. Bei 80 Kilo Körpergewicht also rund 400 Milliliter. Ältere oder kranke Menschen nehmen Durst häufig kaum mehr wahr und trinken oft zu wenig. Sie sollten auch ohne Durst trinken oder dazu angeregt werden.

Neben Wasser (egal ob mit oder ohne Kohlensäure) eignen sich vor allem kalorien- und zuckerarme Getränke wie ungesüßte Früchte- und Kräutertees, die sich kalt und warm genießen lassen. Selbst schwarzer Tee und Kaffee können in die Trinkmenge eingerechnet werden. Die gehören wegen ihres Gehaltes an Koffein zu den Genussmitteln und sollten nicht in größeren Mengen konsumiert werden. Drei bis vier Tassen täglich gelten aber als problemlos. Eine Tasse Ingwertee, heiße Schokolade oder „Goldene Milch“ (warme Milch mit Kurkuma) wärmen durch.

Auch warme Smoothies, denen warmes Wasser, warmer Haferdrink oder warme Milch zugefügt werden, oder erwärmte Säfte und Schorlen sind wegen ihrer einheizenden Wirkung beliebt. Wer es würzig mag, kann gelegentlich auch zu Gemüsebrühe oder leichten Suppen greifen.

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