Sauber sortiert und fest verschraubt sind Lebensmittelvorräte sicher vor Motten. © Alla Rudenko/Panthermedia
Da hat man sich gerade dazu entschieden mit dem Rest Mehl ein paar schnelle Pfannkuchen zu backen, aber „Oh Schreck“ – da lebt etwas in der Verpackung. Das ist nicht nur schade um die Pfannekuchen, die es gegeben hätte und um das Mehl, was nun entsorgt werden muss, vor allem aber ekelt man sich. Dennoch kein Grund zur Panik. Mit den richtigen Vorkehrungen bekommt man das Problem in den Griff.
Damit es erst gar nicht zu einem Befall mit Lebensmittelmotten oder auch anderen Vorratsschädlingen kommt ist es ratsam Vorratslebensmittel, wie Getreideprodukte, Gewürze, Tee, Kakao etc., aus der Verpackung in verschließbare Gefäße umzufüllen, denn auch verschlossene Verpackungen sind kein Schutz vor einem Befall. Die Larven sind in der Lage sich durch Plastikfolien oder Papier zu fressen. Oft werden die Lebensmittelschädlinge durch bereits befallene Lebensmittel beim Einkauf mit nach Hause gebracht.
Hat man nun doch einen Befall feststellen müssen, ist möglichst schnell zu handeln. Zuallererst sollten alle geöffneten Verpackungen akribisch unter die Lupe genommen werden. Indizien für einen Befall mit Lebensmittelmotten sind weiße Gespinste, Verklumpungen oder schwarze Krümel in den Vorräten. Vielleicht fliegen sogar schon Falter durch die Wohnung. Befallene Lebensmittel sofort entsorgen, und zwar nicht im häuslichen Mülleimer, sondern draußen. Nicht befallene Lebensmittel sollten spätestens dann in dicht verschließbare Gefäße, im Idealfall mit Gummidichtung, umgefüllt werden.
Anschließend den betroffenen Vorratsschrank oder die Regale mit einem milden Reinigungsmittel auswischen. Dabei insbesondere Ecken, Ritzen und Bohrlöchern inspizieren, denn auch dort können sich die Tierchen oder deren Larven und Eier befinden. Unter den Deckelritzen von Schraubgläsern sollte man ebenfalls nachschauen. Dann heißt es: „Dran bleiben!“. Der Lebensmittel-Check-up sollte nun alle zwei bis drei Tage wiederholt werden.
Von chemischen Mitteln ist eher abzuraten. Bevor man weitere Maßnahmen ergreift, sollte in jedem Fall die Schädlingsart ermittelt werden. Steckbriefe von Schädlingen findet man online beispielsweise im Wissensportal zum Vorratsschutz des Julius Kühn-Instituts.
Bei Lebensmittelmotten, einem häufig vorkommenden Vorratsschädling, helfen Schlupfwespen. Die Nützlinge legen ihre Eier in die Motteneier, die daraufhin absterben. Diese kann man mittlerweile ganz einfach im Internet oder in Baumärkten in Form von Kärtchen mit lebenden Schlupfwespen kaufen. Die Nützlinge sind so winzig klein, dass sie nicht sichtbar sind, außerdem sind sie weder für Menschen noch für Haustiere gefährlich. Mit dem Verschwinden der Motten, verschwinden auch die Nützlinge. Ergänzend können auch Klebefallen hilfreich sein. Sie allein reichen allerdings nicht, um das Problem vollends zu beheben. Sie sind aber auch sinnvoll, um zum Ende einer Nützlings-Behandlung die Wirksamkeit zu prüfen.