Tierhaare stellen viele Akkusauger vor Probleme. Generell saugen kabelbasierte Geräte besser, wenn auch nicht so bequem. © Christin Klose, dpa
Das Kabel kann beim Saugen gehörig nerven. Es bleibt gerne an Ecken und Kanten hängen und bietet nur eingeschränkt Bewegungsfreiheit. Viel zu oft heißt es: Hin zur Steckdose, Kabel herausziehen und eine neue Steckdose suchen. Kabellose Sauger haben dieses Problem nicht – dafür aber andere. Allerdings: Die Geräte insgesamt sind in den vergangenen Jahren sehr viel besser und auch günstiger geworden. Im aktuellen Test sind unter den besten Geräten auch zwei, die unter 400 Euro kosten. Hier die Einzelheiten des Tests der Stiftung Warentest, die vierzehn beutellose Akkustaubsauger verschiedener Hersteller untersucht hat („test“-Ausgabe 2/2025).:
■ Akkus
Akkus sind ein Schwachpunkt der Geräte. Alle Staubsauger wurden auf Maximalstufe getestet. Die längste Akkulaufzeit betrug dabei nicht mehr als 17 Minuten (das Geräte von Levoit). Das fanden die Tester aber nur „befriedigend“. Bei der Laufzeit kurz dahinter: Bosch und Miele Triflex. Die Hersteller werben mit Akku-Laufzeiten bis zu einer Stunde, meinen dabei aber den Betrieb auf niedrigster Stufe. Wer mehrere Räume gründlich saugen will, greift also besser zum Gerät mit Kabel – oder schafft einen Ersatz-Akku an. Geht der Akku kaputt, muss kein neuer Staubsauger her. Denn für die Geräte sind oft relativ günstige Ersatzakkus verfügbar.
Ein weiteres Akkusauger-Problem: die Lautstärke. Akkusauger seien meist lauter als kabelgebundene Geräte, erklären die Warentester. Am lautesten werkeln die Akkusauger dabei auf Teppich, leiser auf Hartböden. Einigermaßen leise war im Test nur der Miele Triflex, und das auch nur auf Hartböden.
■ Feinstaub
Immerhin: Die Abgabe von Feinstaub in die Raumluft ist bei den aktuell getesteten Geräten kein Problem mehr. Das sah bei einem früheren Test dieser Geräte im Jahr 2016 noch ganz anders aus. Seinerzeit bemängelten die Tester, dass die Akkusauger viel Feinstaub in der Wohnung freisetzten.
■ Handhabung
In der Handhabung ist kein Akkusauger perfekt, aber auch keiner ganz schlecht. Im Schnitt gab es für diesen Unterpunkt die Note „befriedigend“. Alle Geräte ließen sich zu Kleinsaugern umbauen. Besonders gut gelingt das beim Miele, Bosch und Samsung VS20B95C43W. Bei Black & Decker und Hoover war nur eine Fugendüse dabei.
■ Testsieger
Der Testsieger bietet viel Leistung, ist auch recht leise, kostet mit 726 Euro aber auch viel Geld: Der „gute“ Miele „Triflex HX2 CarCare“ (Note 2,1) bekommt Staub und Tierhaare sowohl von Hartböden als auch aus Teppichböden gut aufgesaugt, ohne dass viele Staubpartikel in der Raumluft landen. Und frei stehen kann er auch. Das ist komfortabel zum kurzen Abstellen, wenn Möbel bewegt oder andere Dinge weggeräumt werden müssen.
Auch der Bosch „Unlimited 7 BSS715 Carp“ wurde „gut“ (Note 2,4) bewertet. Dank eines Schnellladegeräts ist er im Testfeld als erster Sauger wieder einsatzbereit, wenn der Akku leergelaufen ist. In Ritzen, Ecken und an Kanten entfernt er Staub besonders gut. Er kostet 377 Euro.
Der dritte „gute“ Sauger (Note 2,5) ist der „RH9A36 X-Force Flex 13.60 Allergy“ von Rowenta. Er bekommt Tierhaare und Staub rasch aus Teppichböden heraus. Preislich liegt er bei 350 Euro.
■ Mangelhaft
Am anderen Ende der Skala landeten wegen schwacher Saugleistung die fünf günstigen Sauger von Black & Decker, Levoit, Philips, Medion und Hoover, die alle 100 bis 250 Euro kosten, sowie der Shark für 425 Euro. Alle wurden im Test mit „mangelhaft“ bewertet. Der schlechteste im Test holte nicht einmal sieben Prozent des Prüfstaubs aus dem Teppich. Auch bei Fusseln und Tierhaaren überzeugten die meisten dieser Geräte nicht.