Ohne Kaffee ist der Start in den Tag für viele schwer vorstellbar. Doch es gibt Alternativen. © Friso Gentsch, dpa
Schwarz und aromatisch duftend, so stellt man sich die erste Tasse des beliebten Heißgetränks am Morgen vor. Doch was, wenn man das muntermachende Gebräu plötzlich nicht mehr so gut verträgt? Oder aus anderen Gründen darauf verzichten will oder muss? Zum Glück gibt es Alternativen! Wer nicht ohne die tägliche Ration Koffein auskommt, der kann zum Beispiel auf grünen Tee, Schwarztee oder Matcha ausweichen. Alle drei Varianten aus der Teepflanze schmecken zwar ganz anders als Kaffee, machen aber ebenfalls munter. Und sie bieten eine große geschmackliche Vielfalt von blumig-frisch über rauchig bis aromatisch-malzig und kräftig. Da lässt sich sicher die ein oder andere neue Lieblingssorte finden. Abwechslung ist bei Tee auch gesundheitlich von Vorteil: Wer immer wieder wechselt und Tee aus verschiedensten Anbaugebieten trinkt, setzt sich eventuell enthaltenen Schadstoffen weniger stark aus. Um eine ähnliche Menge an Koffein zu sich zu nehmen, benötigt man etwa die doppelte Menge Schwarztee (1 Tasse Kaffee = 2 Tassen schwarzer Tee). Bei Grüntee spart, wer die Teeblätter (die am besten nicht mit kochendem, sondern mit auf etwa 80 Grad abgekühltem Wasser übergossen werden) ein zweites Mal für einen Aufguss nutzt. Besonders viel Koffein enthält Matcha, denn bei der Zubereitung wird das Teepulver mitgetrunken. Auch der südamerikanische Mate-Tee punktet mit seiner belebenden Wirkung, die außerdem länger anhält als bei Kaffee.
Geschmacklich kommen aber andere Kaffee-Ersatzprodukte näher, die jedoch kein Koffein enthalten. Muckefuck, der falsche Kaffee, hat eine lange Tradition. Weil Kaffee rar und teuer war, stellte man aus regionalen Zutaten wie Getreide, Wurzeln oder Früchten Ersatzprodukte her, die nach wie vor erhältlich sind. Am bekanntesten ist der Malzkaffee, auch Kinderkaffee genannt. Er besteht aus gemälzter Gerste (eingeweichte Körner werden zum Keimen gebracht), die anschließend getrocknet, gemahlen und geröstet wird. Beim Mälzen wandeln Enzyme die Stärke des Gerstenkorns in Malzzucker um, der beim Rösten karamellisiert und für den süßlichen Geschmack und die dunkle Farbe verantwortlich ist. Andere Getreidekaffees aus Dinkel, Weizen oder Roggen sind meist deutlich herber, weil die Zutaten zwar geröstet, aber nicht gekeimt werden. Zichorienkaffee ist eine weitere Variante. Als Basis dient die Wurzel der mit Chicorée verwandten Wegwarte. Der leicht bittere Geschmack verwundert also nicht.
Damit Kaffee-Ersatz ähnlich wie das Original schmeckt, werden häufig Mischungen aus den genannten Alternativen angeboten. Ein Wermutstropfen: Bei der Herstellung dürfen in geringen Mengen Fett, Zucker und Salz zugefügt werden. Will man darauf verzichten, sollte man die Zutatenliste gründlich studieren.