Alternativen zum Weltindex

von Redaktion

An der Börse in New York ist anfängliche Trump-Euphorie fast nahtlos in eine Art Trump-Crash übergegangen. Das spüren auch deutsche Anleger in ihren Depots. © justin lane, epa

Schwankungen sind am Aktienmarkt völlig normal: Wer auf fulminante Kursgewinne hofft, muss auch Rücksetzer verkraften können. Zuletzt waren insbesondere US-Aktien unter Druck geraten – was viele deutsche Anleger auch in ihren Depots zu spüren bekamen. Denn börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den MSCI World, mit seinen rund 75 Prozent US-Anteil, sind der Deutschen Lieblinge. Genau diese US-Dominanz ist der Grund dafür, dass ETFs auf den MSCI World immer mal wieder in der Kritik stehen. Die Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ (4/2025) teilt diese Bedenken nicht und hält ETFs auf den MSCI World trotz aller Krisen und politischer Unwägbarkeiten auch weiterhin für empfehlenswert für die langfristige Geldanlage.

Zusammensetzung

Der MSCI Word setzt sich aus Aktien von rund 1400 Unternehmen aus 23 Ländern zusammen. Vertreten sind alle Branchen, aber nur Industrieländer. Der Index bildet in jedem Land den Löwenanteil des Börsenwerts, der sogenannten Marktkapitalisierung, ab, erklärt das Verbraucherportal „Finanztip“ und nennt als Beispiel Deutschland: Rund 400 deutsche Unternehmen sind hierzulande am regulierten Markt mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt 1,7 Billionen Euro. Im MSCI World waren davon zuletzt 60 große Unternehmen vertreten mit 1,45 Billionen Marktkapitalisierung. Da die USA den mit Abstand größten Aktienmarkt haben, ist ihr Anteil entsprechend hoch. Ihr Indexgewicht liegt bei 72 Prozent, Deutschland kommt auf 2,4 Prozent.

■ Alternativen

Wem die enorme Bedeutung der US-Unternehmen – größtenteils aus dem Tech-Bereich – in dem Index ein Dorn im Auge ist, hat mehrere Möglichkeiten, sein Portfolio mit gewissen Beimischungen anders zu gewichten. Folgende drei ETFs, die die Zeitschrift „Finanztest“ vorstellt, sollten Anleger zumindest kennen:

Strategie

Wenn die Kurse eines breit aufgestellten Portfolios fallen, sollten Anleger Ruhe bewahren und nicht voreilig Anteile verkaufen. Das ist der Stiftung Warentest zufolge nur im äußersten Notfall geboten. Mit einem solchen Vorgehen realisieren Betroffene nur etwaige Verluste und können von später möglicherweise steigenden Kursen nicht profitieren. Denn gerade Sparpläne haben ja den Charme, dass man mit dem feststehenden Monatsbetrag automatisch mehr Anteile kauft, wenn die Kurse niedrig sind.

Wer frei verfügbare Geldmittel hat, kann mit diesen bei fallenden Kursen Anteile zu dann günstigeren Werten nachkaufen – ob die Kurse allerdings anschließend noch weiter fallen oder nicht, ist nicht vorhersehbar. Auch wenn die Kurse stark steigen, heißt es: Ruhe bewahren. „Stocken Sie keinesfalls in euphorischer Stimmung Ihren Aktienanteil immer weiter auf, sondern halten Sie an Ihrer ursprünglich gewählten Depotmischung fest“, rät die Stiftung Warentest. Wer später auf das Geld angewiesen ist, muss seine teuer erworbenen Anteile sonst unter Umständen zu einem ungünstigen Zeitpunkt und mit Verlust verkaufen.

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