Mit Zusatzkarten können Familien, Paare oder Freundesgruppen beim Handyvertrag Geld sparen. © Picsfive, Panthermedia
Von der Oma bis zum Enkel: Heutzutage hat oft jedes Familienmitglied einen eigenen Handyvertrag. Was viele nicht wissen: Wenn die Familie sich anstatt separater Verträge für einen Hauptvertrag mit mehreren Zusatzkarten entscheidet, lässt sich bares Geld sparen. Dabei zahlt eine Person den Haupttarif und alle anderen können vergünstigt surfen oder telefonieren. Wie eine Marktanalyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, sind je nach Anbieter und Netz sogar Vergünstigungen von bis zu 50 Prozent möglich.
Die Ersparnis steigt meistens mit der Anzahl der gebündelten Zusatzkarten – Großfamilien sind hier also durchaus im Vorteil. Doch auch für Paare oder Freundesgruppen könnte das Zusatzkarten-Modell eine sinnvolle Option sein. Der Wohnort spielt keine Rolle.
Wie Verivox berechnet hat, kann eine vierköpfige Familie bei der Telekom während der üblichen Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten bis zu 1200 Euro sparen – verglichen mit gleichwertigen Einzelverträgen. Die erste Zusatzkarte kostet bei der Telekom 19,95 Euro, jede weitere 9,95 Euro. Insgesamt erlaubt die Telekom bis zu zehn Zusatzkarten. Aber: Alle müssen derselben Tarifstufe entsprechen. Wenn der Enkel also deutlich mehr Datenvolumen als die Oma braucht, könnte es hier eventuell zu Problemen kommen.
Bei Vodafone spart eine Familie laut Verivox 900 Euro, ein Paar zahlt 300 Euro weniger als bei separaten Handyverträgen. Möglich sind bei Vodafone bis zu vier Zusatzkarten, der Preis dafür hängt vom Haupttarif ab. Im Gegensatz zur Telekom sind bei Vodafone unterschiedliche Tarifkombinationen unter den Zusatzkarten möglich.
Bei O₂ fällt das Sparpotenzial sowohl für Familien als auch für Paare mit jeweils 120 Euro geringer als bei der Konkurrenz aus. Genauso wie Vodafone lässt auch O₂ maximal vier Zusatzkarten mit unterschiedlichen Tarifkombinationen zu.
Auch Günstig-Anbieter haben zum Teil Zusatzkarten-Verträge im Angebot. Bei Winsim (1&1-Netz) gibt’s Zehn-Gigabyte-Zusatzkarten für jeweils 4,99 Euro. Verivox weist jedoch auf Leistungseinschränkungen bei Billig-Tarifen hin – dazu können zum Beispiel ein geringerer Surfspeed oder eine fehlende Telefon-Flatrate zählen.
Übrigens: Bei Kündigung des Hauptvertrags wird die älteste Zusatzkarte in der Regel automatisch zur Hauptkarte – und deren Inhaber zahlt damit dann natürlich auch den Hauptpreis.
AJA