Männerdeos versagen häufig

von Redaktion

Ein gutes Deo ist vor allem im Sommer wichtig. Es gehört nur auf frisch gewaschene Haut. Kleidung ist bei Hitze am besten aus Naturfaser. © diego cervo, panthermedia

Der Sommer steht vor der Tür – und auch an heißen Tagen will man(n) natürlich gut riechen. Am einfachsten geht das mit einem vernünftigen Deo. Doch das scheint gar nicht so leicht zu finden zu sein, wie im aktuellen Testheft der Stiftung Warentest nachzulesen ist. 15 Männerdeos beziehungsweise Antitranspirantien wurden von den Warentestern auf Herz und Nieren geprüft. Das Fazit: Nur zwei Produkte schneiden gut ab.

■ So wurde getestet

Zimperlich durften die Warentester nicht sein. Denn sie mussten bei den Probanden, die sich zuvor einige Zeit in einem Schwitzraum bei 38 Grad Raumtemperatur und 35 Prozent Luftfeuchtigkeit aufhielten, unter den Achseln riechen. Zudem wurde der Schweiß der Deo-Tester in speziellen Pads gesammelt und anschließend gewogen. Je schwerer das feuchte Pad war, desto stärker hat der Proband trotz Deo geschwitzt.

■ Die Testsieger

Den Titel Testsieger teilen sich die Antitranspirantien „Seinz Sport 48h Schutz“ (dm) und „Cien Men Extra Dry 48h Fresh Effect“ (Lidl) – beide Produkte erhielten das Qualitätsurteil „gut“ (2,5). Allerdings: Beim Kriterium Schweißminderung schnitten beide nur „befriedigend“ (3,0) ab. Der Schutz vor Achselgeruch klappte bei den Produkten von dm und Lidl dagegen gut. Erfreulich: Beide Testsieger sind mit 1,38 Euro bzw. 0,43 Euro je 100 Milliliter recht günstig.

■ Die Schlusslichter

Das Qualitätsurteil „ausreichend“ haben die Warentester gleich viermal vergeben – und zwar an die Deos „Carbon Protect 5in1“ von L‘Oreal Men Expert (3,7), „Wild Oak 48h Schutz“ von 8×4 Men (4,5), „Lacura Men Sport Defense 48h“ von Aldi (4,5), „Aveo Men Sport 48h Deospray“ von Müller (4,5) und „Isana Men Motion Protect 48h“ von Rossmann (4,5).

■ Die Umweltsünder

Seit Jahren ist es in der Kosmetikbranche eigentlich üblich, auf Mikroplastik in den Produkten zu verzichten. Ein generelles Verbot durch die EU tritt allerdings erst 2029 in Kraft. Die Warentester fanden heraus, dass in einem Produkt noch immer Mikroplastik steckt – und zwar im Deo-Stift „Maximum Protection 3ד von Rexona Men.

Zweifelhafte Stoffe kann man beim Einkauf gezielt meiden, denn sie müssen auf der Verpackung deklariert sein. Folgende acht Inhaltsstoffe gilt es laut den Testern zu vermeiden: Cylopentasiloxane (Silikon D5), Polyethylene, Trisodium EDTA, Dimethicone, Dimethiconol, Lauryl PEG-9 Polydimethylsiloxyethyl, Paraffinum Liquidum und Hydroxyethylcellulose.

■ Aluminiumsalze

In Antitranspirantien sorgen Aluminiumsalze dafür, dass die Produkte auch gegen störende Nässe wirken. Diese Salze sind nach aktuellen Studien gesundheitlich unbedenklich, was zuvor bezweifelt worden war, ohne dass es dafür eine ausreichende Datengrundlage gegeben hätte. Das deutsche Bundesinstitut für Risikoforschung und der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU haben neue Studien begutachtet und halten die Daten für belastbar. Diese besagen: Die Wahrscheinlichkeit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ist sehr niedrig. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass Aluminium Brustkrebs oder Alzheimer verursacht, was Kritiker vermutet hatten.

■ Anti-Schweiß-Tipps

Im Sommer sollte die Kleidung vor allem eines sein: luftig. Ideal geeignet sind Kleidungsstücke aus Leinen oder Baumwolle, die nicht eng anliegen. Deos sollten grundsätzlich immer auf sauberer Haut angewendet werden. Bei der Ernährung sollte man nach Möglichkeit auf scharf gewürztes Essen verzichten, denn das kann die Schweißproduktion ankurbeln. Gleiches gilt für Kaffee und Alkohol. Als „Wundermittel“ gegen Schwitzen gilt übrigens Salbei.

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