Damit Grillkäse nicht am Rost kleben bleibt, muss man ihn abtupfen und mit Öl bestreichen. © IMAGO
Halloumi, Kräuter oder Natur: Grillkäse gibt es in verschiedener Ausführung. Idealerweise lässt er sich gut grillen oder braten, ohne dabei zu zerfließen. Ist er fertig, muss er im Mund quietschen. Genau darauf hat die Stiftung Warentest bei ihrer Untersuchung (Heft 6/2025) besonderen Wert gelegt. Sie hat insgesamt 14 Grillkäse getestet und nur jeden zweiten als „rundum gut“ bewertet. „Die meisten anderen zerlaufen auf dem Grill, enthalten Schadstoffe oder Keime“, erklärten die Warentester.
Testsieger: der Halloumi von Lidls Eigenmarke Milbona. Mit 1,20 Euro pro 100 Gramm war kein Käse in der Untersuchung günstig. Im Geschmackstest erhielt er die Bestnote 1,0 und war damit nicht zu schlagen. Die Eigenmarken von Aldi und Kaufland, die ebenfalls 1,20 Euro kosteten, fielen hingegen durch den Test und wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Beide enthielten zu viel Feuchtigkeit. „Im Test schmolzen sie, klebten an der Grillplatte“ und ließen sich „kaum wenden“, erklärte die Stiftung Warentest. Sie entsprachen nicht den EU-Vorgaben für Zypernkäse und hätten nicht als Halloumi verkauft werden dürfen. Denn: Nicht jeder Grillkäse darf sich mit der geschützten Ursprungsbezeichnung schmücken. Halloumi muss aus Zypern stammen und Schaf- und/oder Ziegenmilch enthalten. Im Test waren fünf Käse als Halloumi deklariert, fünf als Grillkäse mit Kräutern und vier als Grillkäse Natur.
Zwei weitere Käse waren zudem auffällig mit Schadstoffen belastet. So fand sich in einem Bio-Produkt von Rewe Chloroform. Das kann zurückbleiben, wenn Maschinen mit chlorhaltigen Mitteln gereinigt, aber nicht genug ausgespült werden. Der Grillkäse von Rücker enthielt Mineralölkohlenwasserstoffe (Mosh und Mosh-ähnliche Substanzen), die sich beim Menschen im Körper einlagern können. Zwei Grillkäse derselben Marke wiesen erhöht Verderbniskeime auf, die zwar nicht gesundheitsschädlich, nach Ansicht der Tester aber vermeidbar waren.
Dass Grillkäse quietscht, liegt laut Stiftung Warentest übrigens an der Wärmebehandlung. Halloumi werde bei der Herstellung in Molke gekocht, wodurch sich die Eiweißstruktur verfestige. Damit der Käse nicht am Rost oder in der Pfanne kleben bleibt, muss man ihn abtupfen, danach mit Öl bestreichen und auf jeder Seite zwei bis fünf Minuten anbraten.
HÖSS/AFP/DPA