Rote Johannisbeeren sind etwas süßer als schwarze, dafür sind die schwarzen noch gesünder. © Smarterpix
In vielen Gärten reifen derzeit die Johannisbeeren, auch in Supermärkten und auf Wochenmärkten steigt das Angebot. Am beliebtesten sind die roten Sorten, weil sie milder und süßer schmecken als schwarze. Auch die selteneren weißen Johannisbeeren schmecken süß.
Vom Gesundheitswert steht die schwarze Johannisbeere an der Spitze: mit 177 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm übertrifft sie die meisten anderen Obst- und Gemüsesorten in dieser „Disziplin“. Hoch ist auch ihr Gehalt an Eisen, Magnesium und anderen Mineralstoffen. Dank des Vitamin C kann der Körper das pflanzliche Eisen besser aufnehmen und verwerten. Für die kräftige Farbe sorgen Anthocyane. Diese lila Farbstoffe sind in den Beeren so konzentriert, dass sie schwarz wirken – ein weiteres Plus für die Gesundheit, da Anthocyane entzündungshemmend und antibakteriell sind. Ähnliche Eigenschaften hat das orangefarbene Betacarotin, das ebenfalls in beachtlicher Menge enthalten ist.
Geschmacklich ist die schwarze Johannisbeere jedoch herber, wobei moderne Sorten längst nicht mehr so sauer sind wie früher. Gut ausgereift eignet sich also auch die schwarze Variante zum Frischverzehr. Rote und weiße Johannisbeeren enthalten von allem etwas weniger, gesund sind sie trotzdem. Ihr Vitamin-C-Gehalt beispielsweise liegt mit etwa 35 Milligramm ebenfalls in einem guten Bereich. Zum Vergleich: Äpfel enthalten durchschnittlich 10 Milligramm pro 100 Gramm. Unabhängig von ihrer Farbe sind alle Johannisbeerensorten kalorienarm und liefern verdauungsfördernde Ballaststoffe. Möchte man die intensive Säure der Beeren abmildern, gibt man sie ins Frühstücksmüsli oder in einen Obstsalat oder isst sie mit Naturjoghurt und ein wenig Zucker oder Honig.
Wer nicht vom eigenen Strauch ernten kann, kauft am besten Beeren aus regionaler Erzeugung. Dank ihrer festen Schale überstehen sie problemlos einige Tage im Kühlschrank. Matschige Früchte gegebenenfalls aussortieren, damit sich kein Schimmel ausbreiten kann. Wichtig: Johannisbeeren erst direkt vor dem Verzehr waschen und von den Rispen abperlen. Wer Ernteüberschüsse einfrieren möchte, breitet die Johannisbeeren nach dem Waschen und Abperlen auf einer Platte oder einem Teller aus. Die Beeren sollen sich dabei nicht berühren. So kommen sie für einige Stunden ins Eisfach. Sind sie vorgefroren, kann man sie in einen gefriergeeigneten Vorratsbehälter umfüllen und einfrieren, ohne dass die Beeren verklumpen.