Anleger zeigen Erleichterung
Ein Handelskrieg hat nur Verlierer: Das ist das Mantra vieler Börsianer. Entsprechend positiv bewerten sie normalerweise Fortschritte in entsprechenden Verhandlungen. Die Verlängerung der Pause im Zollstreit zwischen den USA und China wurde von Anlegern zunächst auch mit Erleichterung aufgenommen. Kurz nach dem Börsenstart legte der deutsche Leitindex um 0,1 Prozent auf 24 099 Punkte zu. Das vor einem Monat erreichte Rekordhoch von 24 639 Punkten bleibt in Sichtweite, allerdings im Tagesverlauf in etwas entfernterer, denn der Dax musste Punkte abgeben. Am Nachmittag rutschte er zeitweise unter 24 000 Punkte.
Die größeren asiatischen Börsen legten zu. Größter Profiteur der Nachrichten waren aber nicht die chinesischen Märkte, sondern die japanische Börse. Der Leitindex Nikkei 225 segelte nach der Feiertagspause auf Rekordkurs und schloss 2,15 Prozent fester mit 42 718,17 Punkten. Verhaltener war die Entwicklung in China. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gewann 0,5 auf 4143,17 Punkte, während der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong kaum verändert tendierte.