Fakten rund ums Glück

von Redaktion

Jede Woche wird mitgefiebert, wenn die Lottozahlen gezogen werden. Theoretische bleibt die Wahrscheinlichkeit bei jeder Zahlenkombination gleich. Praktisch werden manche Zahlen öfter gezogen als andere. © Tom Weller, dpa

■ Gewinner und Wahrscheinlichkeiten

150 bis 200 Lotto-Millionäre bringt lottoDeutschland nach Angaben des Deutschen Lotto-Toto-Blocks jährlich hervor. Angesichts der großen Zahl von Spielern keine besonders gute Quote. Ohnehin muss man wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Sechser mit Zusatzzahl zu tippen, bei 1: 1,5 Millionen liegt. Laut Carolin Kerschbaumer, der Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung, gibt es in Bayern pro Jahr durchschnittlich 20 bis 30 neue Lotto-Millionäre. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 gab es hier zehn Millionengewinne. Im Jahr 2024 gab es 29 neue Lottomillionäre in Bayern.

■ Das Glück ist ein Milliardengeschäft

Das Glück ist ein Milliardengeschäft: Allein der regulierte Markt, der in Deutschland im Wesentlichen konzessionierte Lottospiele sowie Geldspielautomaten in Spielhallen umfasst, erwirtschaftete zuletzt insgesamt Erträge von 13,4 Milliarden Euro im Jahr, wie Statista analysiert. Als Erträge werden hier die Spieleinsätze abzüglich der Gewinnauszahlungen bezeichnet. Fünf Milliarden Euro entfielen allein auf die staatlichen Lotterien des Deutschen Lotto-Toto-Blocks.

Die Spieleinsätze werden zu rund 50 Prozent als Gewinne an die Spieler ausgezahlt. Im ersten Halbjahr 2025 betrug der Gesamtumsatz der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung in Bayern über 620 Millionen Euro. Davon flossen knapp 256 Millionen Euro an Lotterie- und Sportwettsteuer, Gewinnabführung und Spielbankabgabe für gemeinnützige Zwecke in die Bayerische Staatskasse. „Diese Gelder ermöglichen zusätzliche Leistungen insbesondere im Bereich Sportförderung, Kulturförderung, Denkmalpflege und anderer öffentlicher Projekte, die sonst nicht oder nur schwer realisierbar wären“, erklärt Kerschbaumer.

■ Die 13 kommt am seltensten

Die Zahl 13 bringt auch Lottospielern statistisch gesehen kein Glück. Keine Zahl wurde seit der ersten Lottoziehung im Jahr 1955 seltener aus der Lostrommel gezogen wie die 13. Allerdings: Laut Lottogesellschaft war die allererste Gewinnzahl, die in eben jener allerersten Ziehung 6 aus 49 erschien, eine 13.

■ Die häufigsten Glückszahlen

Laut Statista wurden die Zahlen 6, 26 und 38 am häufigsten gezogen.

■ Lack gleicht Gewicht der Kugeln aus

Die Lotto-Kugeln, die für die Ziehungen verwendet werden, werden regelmäßig gewogen und geprüft, um sicherzustellen, dass sie alle das gleiche Gewicht haben. Sie wiegen genau 25 Gramm mit einem Durchmesser von 54 Millimetern und sind letztlich bedruckten Tischtennisbällen aus Weichplastik ähnlich. Die Kugeln werden mit einem Glanzlack versiegelt und damit die Kugeln mit mehrstelligen Zahlen gleich viel wie die einstelligen wiegen, werden die einstelligen Kugeln mit einer dickeren Lackschicht überzogen. Alle zwei Jahre müssen diese Kugeln ausgetauscht werden, erklärt Lotto Hessen.

■ Wann das Glück verjährt

Nicht alle Millionengewinne werden abgeholt. Frau Dr. Kerschbaumer teilt mit, dass aktuell noch eine Gewinnerin oder ein Gewinner von knapp 1,1 Millionen Euro im Spiel 77 gesuchtwird, der seinen anonymen Spielauftrag am 6. August 2022 in einer Annahmestelle im Großraum München abgegeben habe. Der Gewinn kann nur noch bis zum 31. Dezember 2025 geltend gemacht werden. Allgemein gilt: Gewinne verjähren drei Jahre nach dem Ende des Kalenderjahres, in dem sie gewonnen wurde. Das gibt die Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung (Lotto Bayern) vor. Nicht abgeholte Gewinne werden je nach Spielart entweder für Sonderauslosungen verwendet oder für gemeinnützige Zwecke an den Staatshaushalt abgeführt.

■ Der höchste Lottogewinn

Am 3. Januar 2024 gewann ein Mensch aus Bayern beim Lotto 6 aus 49 die Rekordsumme von 48,6 Millionen Euro. Laut Statista ist das der höchste Gewinn seit der ersten Ziehung im Jahr 1955.

■ Gewinnsumme bleibt steuerfrei

Viele glauben, ein Lottogewinn bleibe nur ein Jahr lang steuerfrei, weshalb man das Geld am besten schnell ausgeben sollten: Das ist ein Mythos. Der reine Lottogewinn ist steuerfrei, nicht nur im ersten Jahr, sondern für immer. Worauf hingegen Steuern anfallen können, sind Erträge aus einem Lottogewinn, also etwa Zinsen, die einem zugutekommen, wenn man den Gewinn angelegt hat, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfe (BVL). Es gilt aber der Sparerpauschbetrag von 1000 Euro im Jahr. Nur wenn die Erträge diese Grenze überschreiten, fallen Steuern an.

Dabei spielt es auch keine Rolle, wie lange der Lottogewinn zurückliegt. Wenn bereits im ersten Jahr die erste Zinsgutschrift stattfindet und diese den Sparerpauschbetrag überschreitet, sind die Zinsen steuerpflichtig.

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