Wer online die große Liebe sucht, muss aufpassen. Kosten, Laufzeit und Kündigungsfristen von Dating-Portalen und -Apps sollten man zuvor gründlich studieren. © popov, panthermedia
Ein Leben ohne Partnerin oder Partner? Für viele ist das unvorstellbar. Wer Single (geworden) ist, schaut sich daher oft im Internet nach Menschen um, die ebenfalls auf der Suche nach einer Beziehung sind. Früher oder später landen sie dann bei den Dating-Plattformen und -apps. Was man dazu wissen sollte:
Woran erkenne ich, ob ein Dating-Anbieter seriös ist?
„Eine Datingplattform als vollends seriös einzustufen, ist gar nicht so leicht“, sagt der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke. Als Erstes sollte man immer prüfen, ob es ein rechtmäßiges Impressum gibt und ob dort unter anderem Name, Adresse, Rufnummer und eine verantwortliche Person genannt sind. Wichtig sei auch, sich genau das Kleingedruckte durchzulesen. „Häufig lauern hier ungeahnte Ärgernisse, etwa in Bezug auf versteckte Kosten oder ein eingeschränktes Widerrufsrecht“, erklärt Solmecke.
Wie sind Siegel zu bewerten, mit denen einige Anbieter werben?
„Zunächst muss man prüfen, ob es das jeweilige Siegel überhaupt gibt und ob die Verlinkung auf der jeweiligen Seite echt ist“, rät Peter Lassek, Syndikusrechtsanwalt bei der Verbraucherzentrale Hessen. Dafür auf das Siegel-Emblem klicken, um – falls vorhanden – ein gültiges Prüfzertifikat zu sehen. „Dieses Zertifikat muss ausdrücklich auf den jeweiligen Anbieter verweisen, von dem aus verlinkt wurde“, erklärt Lassek.
Worauf sollte man bei Testangeboten achten?
Vor allem darauf, dass auf der Seite, auf der man sich für ein Testangebot entscheidet, zugleich auch der Hinweis zu lesen ist, ob, wann und vor allem unter welchen Voraussetzungen die Testmitgliedschaft nach einer Weile womöglich in einen kostenpflichtigen, vielleicht teuren Vertrag übergeht. „Ein solcher Hinweis muss in großer Schrift deutlich erkennbar sein und darf nicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt sein“, erklärt Solmecke. Kunden müssen bereits beim Abschluss einer Testmitgliedschaft erfahren, ob diese automatisch in einen kostenpflichtigen, vollwertigen und regulären Vertrag übergeht oder ob die Mitgliedschaft nach Ablauf des Testzeitraums einfach endet. „Ansonsten wird der automatische Übergang in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nicht Vertragsbestandteil“, so Solmecke.
Und was ist zu beachten, wenn man einen Vertrag abschließt?
„In den Blick nehmen sollte man vor allem Kostenstruktur, Laufzeit, Kündigung sowie Kündigungsfristen und Widerruf“, rät Lassek.