IN KÜRZE

von Redaktion

Analysten hatten mehr von dem Ticketvermarkter erwartet. © Hauke-Christian Dittrich, dpa

Österreich: Keine Pakete mehr in die USA

Wien – Die Österreichische Post nimmt aufgrund neuer US-Zollregelungen Paketsendungen in die Vereinigten Staaten nur mehr sehr eingeschränkt an. Ab kommenden Dienstag würden bis auf weiteres grundsätzlich keine Warensendungen mehr bearbeitet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Wien mit. Zuvor hatten Postdienstleister in Belgien und Skandinavien ähnliche Schritte angekündigt (wir berichteten). Laut einem Erlass von US-Präsident Donald Trump wird die Zollfreiheit für Warenimporte mit einem Wert unter 800 Dollar ab 29. August abgeschafft. Pro Artikel sollen demnach Zölle von 80 bis 200 Dollar fällig werden.

Noch steigen Schweizer Exporte nach Amerika

Bern – Vor Inkrafttreten des 39-Prozent-Zolls auf Produkte aus der Schweiz hat die Eidgenossenschaft ihre Exporte in die USA noch leicht gesteigert. Im Juli kletterten die Schweizer Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um 1,1 Prozent im Vormonatsvergleich, wie die Zollbehörde mitteilte. Im Juni hatten die Exporte sogar noch um 25 Prozent zugelegt.

Tchibo erwartet heuer weniger Gewinn

Hamburg – Tchibo rechnet in diesem Jahr mit einem weiteren Umsatzwachstum – das Ergebnis vor Steuern und Zinsen werde aber „unter Vorjahresniveau“ liegen. Grund seien die schwankenden Einstandspreise insbesondere im Rohkaffee-Einkauf, teilte die Muttergesellschaft Maxingvest mit. Im vergangenen Jahr machte Tchibo einen Umsatz von 3,36 Milliarden Euro, das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Auch 2023 war der Umsatz bereits gewachsen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen lag 2024 bei 167 Millionen Euro und damit deutlich über dem Vorjahresergebnis von 68 Millionen Euro.

CTS Eventim schockt die Börse

München – Beim Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim läuft das Geschäft nach einem starken Jahresstart unerwartet schwach. Rückläufige Einnahmen aus eigenen Konzerten und die teure Integration erworbener Unternehmen ließen den Gewinn im zweiten Quartal um fast ein Viertel schmelzen. An der Börse kamen die Neuigkeiten sehr schlecht an. Kurz nach Handelsbeginn in Frankfurt sackte die CTS-Aktie auf den tiefsten Stand seit November 2024. Zuletzt lag sie rund 18 Prozent im Minus und war damit klares Schlusslicht im MDax. Zugleich büßte das Papier seine Kursgewinne im laufenden Jahr praktisch ein. Zuletzt kostete die Aktie mit rund 82 Euro in etwa so viel wie zum Jahreswechsel, nachdem der Kurs im Mai zeitweise auf mehr als 114 Euro geklettert war. Unter dem Strich verdiente der Ticketvermarkter im zweiten Quartal knapp 44 Millionen Euro, über 24 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis sank um rund 9 Prozent auf 100,2 Millionen Euro. Analysten hatten bei beiden Werten mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.

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