Betrügerische Anrufer lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen, um Bankdaten abzugreifen und so ans Geld ihrer Opfer zu kommen. © imago stock
Bank-Probleme, Paypal-Pannen, Datenlecks: Solche und andere Schlagzeilen nutzen Kriminelle gerne aus, um selbst Kasse zu machen. Denn ist die Unsicherheit in der Bevölkerung groß, verfangen die Maschen besonders gut.
Betrüger geben sich dann zum Beispiel am Telefon gerne als Bankmitarbeiter oder Beschäftigte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aus, beobachtet der Bundesverband deutscher Banken (BdB). Ziel: an Zugangsdaten und das Ersparte von Verbraucher zu gelangen.
Das Verbraucherportal „Finanztip“ rät, zweifelhafte Telefonnummern bei Webseiten wie Tellows überprüfen zu lassen. Gibt man die Nummer dort ein, erfährt man, welche Art von Betrug gegebenenfalls dahintersteckt. Am besten, so „Finanztip“, im Zweifel gar nicht erst ans Telefon gehen.
Bei den aktuellen Betrugsmaschen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Neben gefälschten E-Mail-Nachrichten, die jemanden verleiten sollen, eine Website zu öffnen und dort seien Bankdaten einzugeben, nennt „Finanztip“ folgende Tricks:
■ Verkaufsplattformen
Das Opfer hat über eine Verkaufsplattform (zum Beispiel Kleinanzeigen.de oder Vinted) etwas zum Verkauf angeboten. Daraufhin meldet sich ein angeblicher Interessent, der Kauf und eine sichere Abwicklung über eine bestimmte Website anbietet. Dazu erfragt er die E-Mail-Adresse für eine Bezahlung über Paypal. Dann bekommt der ahnungslose Verkäufer eine Mail mit Link zu einer gefälschten Website, wo er seine Kontoverbindung eingeben soll. Die Daten sind damit abgefischt.
■ QR-Code
Betrüger verschicken Briefe, E-Mails oder SMS mit einem QR-Code, den der Bankkunde einscannen soll, um dann angeblich das TAN-Verfahren zu reaktivieren. Diese Methode wird auch Quishing genannt. Davon betroffen waren zuletzt Commerzbank-Kunden.
■ Falsche Website
Es gelingt einem Betrüger, eine gefälschte Webseite einer Bank im Ranking einer Suchmaschine zu platzieren. Das Opfer gelangt zu seinem Online-Banking über eine Suchmaschine auf die gefälschte Seite und gibt dort seine Zugangsdaten ein.
Damit es wegen Fake-Anrufen kein böses Erwachen gibt, hält der BdB einige Tipps bereit, die vor unberechtigten Zugriffen, Missbrauch und Reinfällen schützen: