Gekochte Gerichte können sich bis zu drei Tage im Kühlschrank halten. © Imago
Vorkochen ist wieder in Mode. Zu Recht, denn vorbereitete Mahlzeiten können dabei helfen, den Alltagsstress zu entzerren: Dank „Meal Prep“, wie der Trend in den Sozialen Medien genannt wird, hat man ohne großen Zeitaufwand eine leckere und sättigende Mahlzeit zur Hand. Im besten Fall ist sie auch noch ausgewogener und preiswerter als ein schneller Snack vom Bäcker oder Metzger nebenan.
Dabei sollte man aber nicht die hygienischen Anforderungen unterschätzen. In zu lange oder zu warm gelagerten Speisen können sich Durchfallerreger und andere Keime vermehren, ohne dass dies am Geruch oder Geschmack erkennbar ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, klein geschnittene Rohkostkomponenten – also beispielsweise Blattsalate, Karotten- und Gurkenstückchen oder Obstsalate – grundsätzlich binnen eines Tages zu verzehren. Gegarte Speisen halten sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage.
Am kältesten und daher am besten zur Aufbewahrung geeignet ist der hintere Bereich des untersten Fachs im Kühlschrank, direkt über der Glasplatte des Gemüsefachs. Alles, was man länger aufbewahren möchte, sollte ins Tiefkühlfach – eingefroren kann man Speisen problemlos mehrere Monate lagern. Zum Auftauen gibt man sie am besten über Nacht in den Kühlschrank.
Natürlich ist auch beim Vorkochen ein hygienisches Arbeiten wichtig: je geringer die Keimbelastung eines Lebensmittels, desto länger hält es frisch. Hände waschen, Schmuck ablegen, saubere Werkzeuge und Arbeitsflächen sollten daher eine Selbstverständlichkeit sein. Die größte Keimgefahr geht von rohen tierischen Lebensmitteln wie Geflügelfleisch aus – Messer und Bretter, die damit in Kontakt kommen, dürfen keinesfalls ohne vorherige Reinigung z.B. zum Zubereiten von Salaten benutzt werden. Rohe Sprossen zählen ebenfalls zu den Lebensmitteln mit einem erhöhten Risiko. Sie sollten kurz erhitzt werden, um mögliche Keime sicher abzutöten.
Das gilt auch für die beliebten Tiefkühlbeeren: in der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle von Infektionen z.B. mit dem Noro-Virus aufgrund von nicht oder unzureichend erhitzten Tiefkühlbeeren. Erdnah wachsendes Gemüse, etwa Blattsalate oder Karotten, ist tendenziell ebenfalls stärker belastet und sollte deshalb stets gründlich gereinigt werden. Schälen hilft zusätzlich, Keime zu reduzieren – auch wenn die Randschichten oft viele wünschenswerte Inhaltsstoffe liefern. Hier muss man im Einzelfall abwägen und dabei berücksichtigen, ob man für empfindliche Personen Essen vorbereitet – also für kleine Kinder, Schwangere, ältere Menschen oder chronisch Kranke.