IN KÜRZE

von Redaktion

Dachdecker bekommen höheren Mindestlohn

Berlin – Für die rund 100 000 Dachdecker in Deutschland gibt es höhere Mindestlöhne. Laut einer Vereinbarung zwischen der IG Bauen Agrar Umwelt und dem Zentralverband des Dachdecker-Handwerks erhalten ungelernte Beschäftigte ab 2026 mindestens 14,96 Euro pro Stunde statt bislang 14,35 Euro. Für ausgebildete Arbeitnehmer steigt der Mindestlohn zu Jahresbeginn um 3,8 Prozent auf 16,60 Euro. In den kommenden beiden Jahren folgen dann weitere Erhöhungen um 3,0 und 2,9 Prozent.

China verliert Kontrolle über Firma in Den Haag

Den Haag – Die niederländische Regierung hat unter Verweis auf niederländische und europäische Sicherheitsinteressen die Kontrolle über den Chip-Hersteller Nexperia von dessen chinesischem Eigentümer Wingtech übernommen. Es gebe „akute Anzeichen für gravierende Mängel im Bereich der Unternehmensführung“ bei Nexperia, erklärte Den Haag. Dies sei „eine Gefahr für die Kontinuität und den Schutz wichtiger technologischer Kenntnisse und Fähigkeiten auf niederländischem und europäischem Boden“.

Finanzelite trifft sich in Washington

Washington – Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank laden zu ihrer Jahrestagung ein. In Washington treffen sich diese Woche Finanzminister, Zentralbanker, Vertreter der Finanzwirtschaft sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Aus Deutschland werden Finanzminister Lars Klingbeil, Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (beide SPD) und Bundesbankchef Joachim Nagel erwartet.

Siebtes Rekordhoch beim Goldpreis

Frankfurt – Gold hat zum Start in die Woche wieder ein Rekordhoch erreicht. Der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) stieg im frühen Handel auf bis zu 4078 Dollar. Damit war das Edelmetall so teuer wie noch nie. Vergangenen Mittwoch war der Goldpreis erstmals über die Marke von 4000 Dollar geklettert und hatte damit vorläufig seine Rekordrally gekrönt. Am Donnerstag und Freitag beruhigte sich das Geschehen am Goldmarkt etwas. Das Rekordhoch vom Montag ist bereits das siebte in den vergangenen elf Handelstagen.

Weniger Arbeitnehmer in Gewerkschaften

Köln – In vielen Ländern Europas ist der Anteil der Gewerkschaftsmitglieder unter allen Beschäftigten von 2016 bis 2023 laut einer Untersuchung deutlich gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft unter 14 Ländern. Demnach sank der gewerkschaftliche Organisationsgrad in Deutschland von 20,2 Prozent 2016 auf 16,6 Prozent im Jahr 2023. Bei allen Ländern lag die Spanne 2023 zwischen 5,6 Prozent (Ungarn) und 72,3 Prozent (Schweden). Den mit 13,4 Prozentpunkten stärksten Rückgang gab es in Belgien, wo 2023 rund 39 Prozent aller abhängig Beschäftigten organisiert waren.

Artikel 5 von 5