Russisches Vermögen soll eingezogen werden
Frankfurt – Das Oberlandesgericht Frankfurt will rund 720 Millionen Euro aus eingefrorenem Vermögen eines russischen Finanzinstituts einziehen. Dazu ist auf Antrag der Bundesanwaltschaft ein besonderes Verfahren eröffnet worden, wie die hessische Justiz berichtet. Die Bank in Frankfurt war einer Mitteilung zufolge im Juni 2022 zu einer Embargoliste der Europäischen Union gegen Russland hinzugefügt worden. Damit wurden sämtliche Guthaben des Unternehmens eingefroren. Allerdings sollen kurz nach der Listung unbekannte Verantwortliche der Bank versucht haben, die Gelder abzuziehen. Ein entsprechender elektronischer Überweisungsauftrag sei aber nicht ausgeführt worden.
Indien will offenbar kein Öl mehr aus Russland
Washington – Indien hat US-Präsident Donald Trump zufolge einen Kaufstopp Neu-Delhis für russisches Erdöl zugesichert. Indiens Premierminister Narendra Modi „hat mir versichert, dass kein Erdöl aus Russland gekauft werden wird“, sagte Trump. Indien bestätigte einen möglichen Kurswechsel nicht, wies die Angaben aber auch nicht zurück. China verurteilte das Drängen der USA zur Abkehr von russischem Öl als „einseitige Schikane“.
TK: Beiträge steigen 2026
München – Die Techniker Krankenkasse (TK) erwartet einen durchschnittlichen Anstieg der Kassenbeiträge um 0,3 Prozentpunkte. „Dann wären wir im nächsten Jahr im Schnitt bei 17,8 Prozent Kassenbeitrag“, sagte der TK-Chef Jens Baas der „Wirtschaftswoche“. „Die Beiträge werden nicht stabil bleiben. Dafür reichen die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung nicht aus.“
Wirecard-Schadenersatz: Urteil am 13. November
München – Nach der Pleite von Wirecard hoffen zehntausende Aktionäre, aus der Insolvenzmasse zumindest noch ein bisschen Geld zu bekommen. Aber haben ihre Ansprüche auf Schadenersatz denselben Rang wie die Ansprüche anderer Gläubiger, denen der insolvente Zahlungsdienstleister noch Geld schuldet? Um diese Frage ging es am Donnerstag am Bundesgerichtshof (BGH). Eine Entscheidung will das Gericht am 13. November verkünden.
Goldpreis nicht zu stoppen
London – Der Goldpreis springt von einem Rekordhoch zum nächsten: Am Donnerstag stieg die Notierung an der Börse in London bis auf 4242 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Das Edelmetall hat damit den vierten Handelstag in Folge einen Höchstwert erreicht. Nach wie vor gelten der Handelsstreit zwischen den USA und China und die Spekulationen auf weitere Zinssenkungen in den USA als stärkste Preistreiber am Goldmarkt. Seit Anfang September hat das Edelmetall 24 Prozent an Wert gewonnen.