TECHNIK-TIPPS

Die besten Fernseher zum Fest

von Redaktion

Teil 1: Worauf es beim Kauf eines TV-Gerätes ankommt

Wer Geld sparen möchte, sollte auf Vorjahresmodelle zurückgreifen – da sich innerhalb eines Jahres technisch wenig getan hat. © Smarterpix

Trotz der Verheißungen Künstlicher Intelligenz ist die Welt der Technik 2025 nicht einfacher geworden. Zwischen KI, Streaming, Smart Home und den neuesten Gesundheits-Geräten droht man leicht den Überblick zu verlieren. Unser mehrteiliger Technik-Ratgeber verrät, welche Käufe sich zu Weihnachten lohnen. In Teil 1 geht es um Fernseher.

■ Das optimale Bild

4K beziehungsweise UHD ist heute Standard. Rund 80 Prozent aller neuen TV-Geräte in Deutschland bieten diese Auflösung, die viermal schärfer ist als das bisherige HD-Bild. Sinnvoll sind Fernseher mit 100 Hertz Bildwiederholrate, weil Sport, Actionfilme und Spiele damit spürbar flüssiger laufen. Noch höhere Werte bringen im Alltag dagegen kaum Vorteile.

■ OLED und HDR

Fernseher mit der Bildschirmtechnik OLED gewinnen dank tiefem Schwarz und kräftigen Farben nach wie vor praktisch alle Vergleiche. Nummer 1 bei Warentest ist der 55 Zoll große LG OLED G48LW ab rund 1250 Euro. Modelle mit der klassischen LCD-Technik oder mit der Samsung-Weiterentwicklung QLED haben aufgeholt, kommen aber nicht ganz an OLED heran. Den Kontrastverstärker HDR hat jeder 4K-Fernseher eingebaut. Für noch brillantere Bilder sorgen die Weiterentwicklungen HDR10+, Dolby Vision und HLG.

■ Ausstattung

Falls noch klassisch mit Kabel, Satellit oder DVB-T2-Antenne ferngesehen wird, ist ein eingebautes Empfangsteil (Tuner) für die jeweilige Technik empfehlenswert. Das spart Zusatzbox und zweite Fernbedienung. Spielefans sollten auf HDMI-2.1-Anschlüsse achten. Denn nur damit schaffen Konsolen wie die PlayStation 5 besonders flüssige 4K-Bilder.

■ Der gute Ton

Damit Actionfilme wuchtig klingen und Dialoge bei Tatort & Co. klar verständlich sind, lohnt sich ein Blick in die Testnoten. Beispielsweise der Samsung GQ-QN85DBT (55 Zoll, ab 700 Euro) bietet so guten Sound, dass ihm Warentest dafür die Ton-Note 1,1 spendiert. Wer keine Extra-Soundbar möchte, ist mit solchen Geräten gut bedient.

■ Software

Fürs Streaming sind heute praktisch alle Geräte mit Apps von ARD-Mediathek bis Netflix ausgerüstet. Das Betriebssystem entscheidet über die einfache Bedienung: WebOS (LG), Tizen (Samsung), Android TV oder Google TV sind besonders komfortabel. Bei chinesischen Billig-TVs sorgt unbekannte und dubiose Software oft für konfuse Menüs und schlechte deutsche Übersetzung.

■ Größe

55 Zoll bleiben Standard. Kleinere 32-Zöller wie den Samsung UE32H5002F für etwa 210 Euro gibt es wieder verstärkt. Große TVs von 65 Zoll und größer sollten gut geplant sein, sie können das ganze Wohnzimmer dominieren. Eine schwenkbare Wandhalterung nach VESA-Standard (ab circa 30 Euro) sorgt dafür, dass die Geräte nicht zu weit ins Zimmer ragen.

■ Preise

Weil die Fortschritte von Jahr zu Jahr überschaubar sind, lohnt sich der Blick auf Vorjahresmodelle. Gute 55-Zoll-LCDs wie der Samsung UE-U8072FU starten bei rund 350 Euro, OLEDs wie der LG B59LA um 790 Euro. Gerade der Jahrgang 2024 ist oft deutlich günstiger und bekommt noch einige Jahre Software-Updates.

■ Internet

Der Empfang per Internet funktioniert heute so zuverlässig und unkompliziert wie Kabel und Satellit. Dafür lassen sich Streaming-Sticks oder TV-Boxen per HDMI-Kabel an den Fernseher stöpseln. Den Waipu-Stick oder die Sky Stream Box gibt es im Abo – bei Waipu ab 5 Euro im Monat. Alternativen ohne Abo sind der Amazon Fire TV Stick 4K Select (circa 55 Euro), der Google TV Streamer (ab 110 Euro) oder Warentestsieger Apple TV (ab etwa 150 Euro).

■ Soundbars

Sie sorgen für kräftigeren Klang als die eingebauten Lautsprecher, aber auch die Nachbarn hören dann mit. Preistipp: Der LG DS90TY mit Subwoofer ab rund 400 Euro. Ähnlich vom Preis ist die Sonos Beam, die sich mit weiteren Sonos-Lautsprechern kombinieren lässt.JÖRG HEINRICH

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