Autobauer sollen bei E-Mobilität Gas geben
Nach dem EU-Vorschlag zur Lockerung der CO2-Grenzwerte für Autos hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die deutschen Autobauer vor einem Festhalten am Verbrennungsmotor gewarnt. „Der Weg zur Elektromobilität muss mit hohem Tempo weitergehen“, sagte Klingbeil der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Klingbeil verwies auf internationale Konkurrenz. Er habe in Peking und Shanghai erlebt, „wie weit man dort schon ist, auch weil die Regierung den Umstieg massiv fördert“. Daraus folge: „Unsere Autobauer haben Nachholbedarf.“ Den Brüsseler Vorschlag bezeichnete der Finanzminister dennoch als tragfähigen Kompromiss.
Handel unzufrieden mit dem Umsatz
Das Weihnachtsgeschäft verläuft nach Einschätzung des Handels bislang „eher schwach“. In einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) sagten nur 17 Prozent der befragten rund 300 Unternehmen, sie seien mit dem bisherigen Geschäftsverlauf zufrieden – 66 Prozent gaben an, sie seien unzufrieden.
Gentechnik: Lockerung spaltet Regierung
Berlin – Die Regierungskoalition ist bei den am Freitag beschlossenen Lockerungen für Gentechnik auf EU-Ebene gespalten: Forschungsministerin Dorothee Bär und Landwirtschaftsminister Rainer (beide CSU) begrüßten sie als „Meilenstein für neue Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft“. Justizministerin Stefanie Hubig und Umweltminister Schneider (beide SPD) dagegen kritisierten den Beschluss. Bei der Abstimmung hatte Deutschland sich enthalten. Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten hatten mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, dass Produkte aus bestimmten gentechnisch veränderten Pflanzen im Supermarkt künftig keine Kennzeichnung mehr tragen müssen. Forschungsministerin Bär erklärte, die neuen genomischen Techniken „bieten enormes Potenzial, um Pflanzen klimaresistenter und ertragreicher zu machen“.